Mehrere Schulen aus Fulda holen Preise

Landessiegerehrung des 73. Europäischen Wettbewerbs im Stadtschloss

Einige der Gewinnerbilder sind im Stadtschloss ausgestellt
Fotos: Felix Weigl

26.06.2026 / FULDA - Europa aus Sicht der Schülerinnen und Schüler – was bedeutet die Staatengemeinschaft für sie? Beim 73. Europäischen Wettbewerb 2026 ging es genau darum. Unter dem Motto "Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!" machten sich fast 75.000 Schüler Gedanken darüber. Die Landessiegerehrung für die Gewinner aus Fuldaer Schulen fand am Donnerstag im Fürstensaal des Stadtschlosses statt.



Erst vor einer Woche, noch in der Kulisse des Hessentags in der Domstadt, fand ebenfalls im Fürstensaal die Bundessiegerehrung statt. OSTHESSEN|NEWS berichtete. Hier war Fulda bereits vertreten. Patrizia Hofmann, Schülerin der Marienschule, erhielt die Auszeichnung "Beste Arbeit" in der Kategorie Text. Nun wurden weitere Landessieger aus Fuldas Schulen geehrt.

Der Europäische Wettbewerb wurde 1953 in Frankreich als Aufsatzwettbewerb initiiert und wird seit 1954 auch in Deutschland durchgeführt. Er gilt damit als der älteste Schülerwettbewerb. Jedes Jahr beteiligen sich mehr als 1.300 Schulen sowie bis zu 75.000 Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen an diesem traditionsreichen Wettbewerb.

Der Europäische Wettbewerb zeigt auch in diesem Jahr eindrucksvoll, wie europapolitische Bildung lebendig und praxisnah gelingen kann. In insgesamt 13 Aufgaben setzten sich die Teilnehmenden künstlerisch und kritisch mit Themen wie Menschenrechten, Gleichberechtigung, gesellschaftlichem Zusammenhalt und demokratischen Prinzipien auseinander. Ihre Arbeiten greifen aktuelle Herausforderungen auf und formulieren klare Erwartungen an und für ein starkes, wertebasiertes Europa.

Großer Erfolg für Fulda

Hunderte Schülerinnen und Schüler erhielten zunächst im Stadtschloss Anerkennungspreise, überreicht wurden sie von Franz-Josef Heimann (CDU) und Andreas Scheibelhut vom Kreisverband Fulda/Hünfeld der Europa-Union. Zusätzlich erhielten einige Schüler und Schülergruppen auch Landespreise für besondere Arbeiten. Diese sind aktuell auch im Stadtschloss ausgestellt.

Auch auf Bundesebene war Fulda erfolgreich. Aus der Domstadt gab es gleich vier erfolgreiche Schulen mit insgesamt sechs Schülern, die einen Bundespreis erhalten haben. Von der Freiherr-vom-Stein-Schule waren das Johann Dengler, Hannes Engel und Johan Gottwald. Die Rabanus-Maurus-Schule hat mit Leni Weger eine Preisträgerin in ihren Reihen. Von der Winfriedschule war Hendi Schmidtke erfolgreich, Patrizia Hofmann holte ebenfalls einen Bundespreis, sie besucht die Marienschule Fulda.

Mit ihren kreativen und nachdenklichen Beiträgen haben die jungen Preisträger eindrucksvoll gezeigt, dass Europa für sie weit mehr ist als ein politisches Konstrukt – sondern ein gemeinsamer Raum für Werte, Mitbestimmung und Zukunft. (fw) +++

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