Großer Verlust im Gesundheitsministerium

Staatssekretärin Sonja Optendrenk (CDU) wird Vorsitzende des G-BA

Die Staatssekretärin Sonja Optendrenk (CDU) wird Vorsitzende des G-BA
Archivfoto: Hans-Hubertus Braune

25.06.2026 / WIESBADEN - Sonja Optendrenk (CDU), die hessische Gesundheitsstaatssekretärin, wird neue Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Das bestätigt der Gesundheitsausschuss des Bundestages. Damit wird sie Nachfolgerin des Vorsitzenden Josef Hecken, der Ende Juni in den Ruhestand geht.



Für die hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU) bedeutet der Wechsel von Optendrenk einen großen Verlust. Mit ihr hatte Stolz eine erfahrene Frau aus der Gesundheitspolitik an ihrer Seite. Optendrenk hatte zuvor Erfahrung im Bundesgesundheitsministerium gesammelt. Stolz war 2016 bis 2024 Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Bergstraße.

Besonders die Opposition im Hessischen Landtag zeigt sich jetzt besorgt. Demnach habe die Gesundheitsexpertin die fachliche Schwäche der Ministerin ausgeglichen. Sie hinterlasse eine "große Lücke bei all den wichtigen Reformvorhaben", heißt es von der gesundheitspolitischen Sprecherin der Grünen, Kathrin Anders, gegenüber der FAZ. Und der Wechsel Optendrenks könnte zu kaum einem schlechteren Zeitpunkt kommen. Derzeit sind die Gesundheitsministerien dabei, die geplanten Notfall- und Krankenhausreformen umzusetzen.

Ab Juli soll Sonja Optendrenk dann den Vorsitz des Gemeinsamen Bundesausschusses antreten. Dieser ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im Gesundheitswesen. Es legt nach festen Kriterien fest, welche medizinischen Leistungen gesetzlich Krankenversicherten zustehen. Auch, welche Leistungen von den Kassen übernommen werden, bestimmt der G-BA. Außerdem werden Qualitätsstandards in der medizinischen Versorgung definiert. Die Rechtsaufsicht liegt beim Bundesgesundheitsministerium. (mp) +++

Für das Gesundheitsministerium ist der Weggang Optendrenks ein großer Verlust
Foto: Paul Schneider / Hessische Staatskanzlei

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