Bürgermeister erinnert an eigene Schulzeit

Wigbertschule feiert ein Jubiläum der besonderen Art: 125-jähriges Bestehen

Der Schulchor WiVox singt zum 125-jährigen Jubiläum der Wigbert-Schule
Fotos: Justin Klenner

24.06.2026 / HÜNFELD - Die Wigbertschule besteht schon seit 125 Jahren und feiert dieses seltene Jubiläum ausgiebig. Der runde Geburtstag war zwar bereits am 15. April, aber zünftig gefeiert wird in dieser Woche. Zum Auftakt am Dienstag erinnerte sich Benjamin Tschesnok, der Bürgermeister von Hünfeld, an die eigene Schulzeit am Wigbert-Gymnasium zurück: "Wir sind stolz auf unsere Schullandschaft, weil es für uns eine große Bedeutung hat, dass hier alle Schulformen vertreten sind."

Der 23. Juni markiert den Beginn des offiziellen Festakts zum Jubiläum. Dabei blickt das Gymnasium auf eine bewegte Geschichte zurück: 1901 als "Bischöfliche Lateinschule" gegründet, entwickelte sich die Schule mit anfangs 50 Schülern über die Jahre hinweg weiter. Ihren heutigen Namen erhielt sie 1951. Ab 1954 baute sie ihre gymnasiale Oberstufe aus und bereits drei Jahre später verließen die ersten Abiturienten die Wigbertschule. Der Name der Schule geht auf zwei historische Persönlichkeiten zurück: Einmal auf den heiligen Wigbert, einen Missionar und Abt des Klosters Fritzlar, der im 8. Jahrhundert wirkte und als bedeutender Lehrer sowie Schulgründer im frühen Mittelalter gilt. Und auf den Gründer und früheren Leiter der historischen Lateinschule in Hünfeld namens Wigbert Sondergeld.

"Lassen Sie uns gemeinsam die nächsten Kapitel unseres Gymnasiums schreiben"



Nach einer musikalischen Einlage des schuleigenen Blasorchesters und Schulchors eröffnete die Schulleiterin Sandra Möllers den Festakt mit einem Grußwort. Darin betonte, dass nicht nur die Beiträge der Lehrer und Träger, sondern auch die Feierlichkeiten einen Anlass darstellen, in die Zukunft zu schauen: "Lassen Sie uns gemeinsam die nächsten Kapitel unseres Gymnasiums schreiben. Wir wollen neugierig und respektvoll miteinander umgehen, um die Welt ein Stückchen besser zu machen."

Landrat Bernd Woide würdigte die Rolle der Schule als zentralen Raum, in dem Schüler aktiver Teil der Gesellschaft werden. So sei die Wigbertschule ein wesentlicher Teil des gesellschaftlichen Lebens. Christian Pießnack, Dezernent des staatlichen Schulamts, hob insbesondere die Verbindungen ins Ausland zu den Partnerschulen in Polen und Frankreich hervor, die das Schulbild seit Jahren prägen. Für ihn bedeuten die 125 Jahre nicht nur Tradition, sondern auch Verantwortung und Zukunft.

Die Feierlichkeiten enden aber nicht mit dem heutigen Festakt. Am 25. Juni lädt die Schule zum Grillen mit Getränken, einem Kulturprogramm und Ehemaligentreffpunkt ein. Der Schuljahresabschlussgottesdienst am 26. Juni wird die Festwoche abschließen. Zum Jahresende soll das Jubiläumsjahr mit einem Tag der offenen Tür und Adventsmarkt final enden. Es wird also noch einige Chancen geben, die Schule näher kennenzulernen und zu feiern. (Marcel Müller)+++

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