Neue Verwaltungsvereinbarung

Opferschutz in Hessen: HLKA und RP Gießen besiegeln enge Zusammenarbeit

Daniel Muth Präsident des Hessischen Landeskriminalamtes und Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich unterzeichnen die Verwaltungsvereinbarung zur intensiveren Zusammenarbeit zwischen der Versorgungsverwaltung und der Polizei.
Fotos: Regierungspräsidium Gießen

23.06.2026 / GIEßEN - Um Opfer von Gewalttaten künftig schneller und gezielter unterstützen zu können, haben das Hessische Landeskriminalamt (HLKA) und das Regierungspräsidium Gießen eine Verwaltungsvereinbarung geschlossen. HLKA-Präsident Daniel Muth und RP-Präsident Dr. Christoph Ullrich unterzeichneten das Abkommen bei einem gemeinsamen Treffen in Gießen. Ziel der Vereinbarung ist es, den Opferschutz zu stärken und Betroffenen in ihrer persönlichen Ausnahmesituation schneller Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen.



"Es ist wichtig, dass Betroffene darüber informiert werden, welche konkreten Unterstützungsangebote und Hilfsleistungen ihnen zustehen und wie sie diese in Anspruch nehmen können. Genau hier setzt unsere gemeinsame Vereinbarung an: Wir möchten Opfer frühzeitig und unbürokratisch unterstützen", erläutert HLKA-Präsident Daniel Muth.

Bestehende Strukturen weiterentwickeln und dauerhaft festigen

Die hessische Polizei und die hessische Versorgungsverwaltung – die sechs hessischen Ämter für Versorgung und Soziales unter Aufsicht des RP Gießen – arbeiten bereits eng im Bereich des Opferschutzes zusammen. "Mit der nun geschlossenen Verwaltungsvereinbarung werden die bereits bestehenden Strukturen weiterentwickelt und dauerhaft gefestigt", sagt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. Vorgesehen sind unter anderem eine intensivere Vernetzung der Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner beider Organisationen, gemeinsame Fortbildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen sowie eine abgestimmte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

"Die Polizei ist oftmals die erste staatliche Stelle, mit der Betroffene einer Straftat in Kontakt treten. Deshalb tragen wir eine besondere Verantwortung, die über die Strafverfolgung hinausgeht. Mit der Vereinbarung schaffen wir verbindliche Ansprechpartner und klar abgestimmte Verfahren", sagt HLKA-Präsident Daniel Muth. Die Vereinbarung stärkt die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Versorgungsverwaltung und verbessert die Hilfen für Opfer in Hessen nachhaltig. (mis/pm) +++

Erdogan Karakaya (HLKA), Landesopferschutzbeauftragter der hessischen Landespolizei Reza Rezai Hagh, Daniel Muth Präsident des Hessischen Landeskriminalamtes, Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, Abteilungsleiterin Andrea Kaup und Nathalie Becker (RP Gießen) unterzeichnen die Verwaltungsvereinbarung zur intensiveren Zusammenarbeit zwischen der Versorgungsverwaltung und der Polizei.

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