Zwei Arbeiter stürzen 60 Meter in Tiefe
Nach tödlichem Unfall an Windrad: Gutachten deckt fatalen Montagefehler auf
Ein Monatefehler ist offenbar ursächlich für den tödlichen Unfall an Windenergieanlage.
Archivfotos: 5VISION.NEWS
24.06.2026 / BIRSTEIN -
Nun liegen belastbare Erkenntnisse zum Unfallgeschehen vor: Nach dem tödlichen Arbeitsunfall an einer Windenergieanlage bei Birstein (Main-Kinzig-Kreis) am 25. Februar 2026 (OSTHESSEN|NEWS berichtete) geben Polizei und Staatsanwaltschaft Hanau den neuesten Stand der Ermittlungen bekannt. Im Mittelpunkt stand die Frage nach der Ursache und dem genauen Hergang des Unglücks, bei dem zwei Arbeiter im Alter von 32 Jahren ums Leben kamen. Sie befanden sich in einer speziell konstruierten Arbeitsbühne und waren mit dieser aus gut 60 Metern Höhe in die Tiefe gestürzt.
Die Ergebnisse der Untersuchungen eines noch am gleichen Tag beauftragten Sachverständigen liegen nunmehr vor. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Südosthessen am Dienstag hervor.
Montagefehler mit dramatischen Folgen
Dem Gutachten zufolge konnten keine technischen Defekte oder ein Materialversagen festgestellt werden. Weiter heißt es: "Die Auswertung der gesicherten Spuren legt nahe, dass es zu einem Montagefehler durch einen der verunglückten Arbeiter gekommen ist." Konkret erklären die Ermittler: "Eine von drei manuell zu tätigenden Schraubverbindungen, mit denen die Arbeitsbühne ringsum an den Elementen des Windradturms fixiert wird, wurde demnach fehlerhaft ausgeführt. Nach Entfernen der Kranketten wird das Gewicht der Arbeitsbühne grundsätzlich von den drei Befestigungen getragen. Aufgrund der fehlerhaft montierten Verbindung versagte die Befestigung und es kam zum Unfallgeschehen."
Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei sind damit hinsichtlich der Unfallursache weitestgehend abgeschlossen. (mkr/pm) +++