Gemeinschaft fördern und Menschen verbinden

Rotary Club lobt neuen Schulpreis aus: ersten Plätze gehen an Max-Eyth-Schule

Ines Josek (l.) freute sich mit den Schülerinnen und Schülern und den verantwortlichen Lehrkräften über die herausragenden Schulprojekte.
Fotos: Traudi Schlitt

24.06.2026 / ALSFELD - Die vier Fragen "Ist es wahr? Ist es fair? Fördert es Freundschaft? Dient es dem Wohl aller?" bilden das Fundament des rotarischen Handelns. Genau diese Prinzipien stellte Dr. Ines Josek, Präsidentin des Rotary Club Alsfeld, vor wenigen Tagen in der Max-Eyth-Schule vor. Sie sind zugleich der Rahmen für einen neuen Schulpreis, den der Club in diesem Jahr erstmals ausgelobt hat.



Teilnehmen konnten Schülerinnen und Schüler aller Alsfelder Schulen ab Klasse 9, die sich mit Projekten rund um das Thema Fairness bewarben. Nun zeichnete der Rotary-Vorstand – neben Josek auch der zukünftige Präsident Michael Funk sowie Dr. Birgit Richtberg – die drei besten Einreichungen aus. Besonders erfolgreich war die Max-Eyth-Schule: Sie stellte sowohl den ersten als auch den zweiten Platz. Damit setzt der Rotary Club ein starkes Zeichen für Werte wie Fairness und Gemeinschaft und zeigt zugleich, wie eng Schule und Gesellschaft miteinander verbunden sind.

Siegerprojekte begeistern

Dr. Ines Josek zeigte sich schon vor der offiziellen Preisübergabe begeistert von den beiden Siegerprojekten. Die Lehrpersonen Beate Biskamp und Chris Mogel stellten das Siegerprojekt "Pausenoase" vor: Mehrmals im Jahr gestaltet ein Team gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der InteA-Maßnahme einen Ort der Begegnung, Erholung und gelebten Integration. Initiiert wurde sie mit dem Ziel, interkulturelle Begegnung unter den Schülerinnen und Schülern zu fördern. Diese bereiten die Pausenoase selbst unter einer bestimmten Thematik im Unterricht vor und kreieren beispielsweise Ratespiele oder Abstimmungsfragen und organisieren kleine Pausenkonzerte. Außerdem bieten sie Bewegungsspiele im Außenbereich der Schule an. "Die Schülerinnen und Schüler finden, dass Begegnung in sportlichen Zusammenhängen Sprachdefizite emotional ausgleichen können", erläutert Sportkoordinator Chris Mogel. Dieses Projekt wurde von den Rotariern jetzt mit tausend Euro Preisgeld belohnt, die in die Umsetzung von Aktivitäten der Pausenoase fließen.

Das zweite ausgezeichnete Projekt ist der Weihnachtsmarkt, den die Klassen 10HW11 und 10 BFS als den "kleinsten Indoor-Weihnachtsmarkt Alsfelds" gestalten. Hier sind Schülerinnen und Schüler aus den verschiedenen Fachbereichen der Schule involviert, sodass sie ihre Kreativität und Kompetenzen frei einbringen und weiterentwickeln können, wie die federführenden Lehrpersonen Antje Schäfer und Sonja Kömpel erklärten: "Die Klassen organisieren diesen Weihnachtsmarkt selbst und erhalten dadurch nicht nur eine Gelegenheit, berufliche Tätigkeiten lebendig und greifbar zu präsentieren, sondern auch Gutes zu tun." Das eingenommene Geld kommt zu einem Teil der SV der Schule und zum anderen dem Projekt "Schüler in Not" zugute. Mit einem Preis von fünfhundert Euro würdigten die Rotarier dieses Angebot.

Josek erläuterte das Punktesystem, das in der Rotary-Jury zu den Platzierungen geführt hatte – die unter den beiden Erstplatzierten ein Kopf-an-Kopf-Rennen war - und hob hervor, dass in den Bewerbungsunterlagen auch deutlich wurde, wie sehr die Schülerinnen und Schüler von diesen Angeboten der Schulen profitieren.

Der Wettbewerb soll weitergeführt werden

Auch den dritten Platz zeichnete Josek in der Max-Eyth-Schule aus. Dieser ging an die Einzelbewerbung von Hannah Nitzsche aus der Albert-Schweitzer-Schule. "Sie engagiert sich seit mehreren Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit, im Sportverein, in schulischen Gremien und bei kulturellen Projekten. Ihr Ziel ist es, Gemeinschaft zu stärken, Verantwortung zu übernehmen und anderen Menschen etwas Gutes zu tun. Ihr Engagement ist kein einzelnes Projekt, sondern ein kontinuierlicher Beitrag zur Schulgemeinschaft. Sie ist unter anderem Klassensprecherin der 10c, aktive Mitarbeiterin in der Schülervertretung, Trainerin im Turnverein Alsfeld (Kinder 6–9 Jahre), engagiert in der Konfirmandenarbeit und choreographiert beim Kinder-Gardetanzen", zählte Josek die lange Liste des Engagements der Jugendlichen auf. Ihr Einsatz wird mit dreihundert Euro belohnt, die sie sogleich in ihre Weiterbildung als Trainerin investieren möchte.

Auf den Plätzen vier und fünf landeten ein Projekt aus dem Religionsunterreicht an der Geschwister-Scholl-Schule und die Wald-AG der Albert-Schweitzer-Schule. Für den Hauptpreisträger Max-Eyth-Schule dankte Matthias Schneider, stellvertretender Schulleiter, den Rotariern sowie den verantwortlichen Lehrpersonen und den mitwirkenden Schülerinnen und Schülern. Für ihn seien alle Projekte von großer Bedeutung, da sie die Gesellschaft im Sinne der vier rotarischen Fragen zusammenbringen, unterstrich er.

Zum Abschluss der Preisverleihung, rief Dr. Ines Josek die Schulen auf, sich mit ihren Projekten auch im kommenden Schuljahr zu bewerben: "Der Rotary Club Alsfeld möchte die Schülerinnen und Schüler, die dieses Mal nicht gewonnen oder noch nicht mitgemacht haben, ermutigen, weiter Engagement zu zeigen und sich im nächsten Jahr zu bewerben. Der Wettbewerb soll weitergeführt werden." (mis/pm) +++

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