Zurück im Main-Kinzig-Kreis

Tatort‑Kommissar während Drehpause: Ulrich Tukur jetzt im Goldenen Buch

Ulrich Tukur (Dritter von links) und Bürgermeister Matthias Möller (Dritter von rechts) mit Gästen nach dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Schlüchtern.
Foto: Stadt Schlüchtern

14.06.2026 / SCHLÜCHTERN - Trotz aktueller "Tatort"-Dreharbeiten ließ es sich der Schauspieler Ulrich Tukur - alias Kriminalhauptkommissar Felix Murot - in einer Pause nicht nehmen, eine Einladung der Stadt Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) wahrzunehmen. Zusammen mit der Tatort-Herstellungsleiterin Solveig Jork wurde er im Sitzungszimmer des Rathauses von Bürgermeister Matthias Möller und Mitarbeitern der Verwaltung empfangen. In lockerer Runde tauschten sie sich rund eine Stunde über Film und Fernsehen, aber auch über private Themen aus.



Der 68-Jährige zeigte sich dabei nicht nur für die Einladung ins Rathaus dankbar, sondern auch über die freundliche Aufnahme des gesamten Teams in der Bergwinkelstadt. "Die Stadt hilft wahnsinnig viel", freute sich der Schauspieler. Deswegen sei er gerne der Einladung des Bürgermeisters gefolgt.

Er hätte für die Dreharbeiten auch gerne in Schlüchtern Quartier bezogen. Doch leider sei für ihn in einer nahegelegenen anderen Stadt eine Unterkunft gebucht worden. Er habe aber schon einige schöne Ecken in der Bergwinkelstadt gesehen, beispielsweise das Kloster sowie die Klosterrenterei. Rund um dieses Gebäude im Bereich "Unter den Linden" fanden einige Dreharbeiten statt.

"Wie im Urlaub"

Schnell wechselte das Gesprächsthema zu seiner jetzigen Wahlheimat Italien. Dort lebe er in einem alten Bauernhaus und bewirtschafte ein kleines Weingut. An diesem Ort lasse er es sich abseits von Ballungszentren "gut gehen". Doch auch bei den Dreharbeiten im Bergwinkel fühle er sich "wie im Urlaub". Er werde "gefüttert" und umsorgt. Das Einzige, was er leisten müsse, sei, Text für den Fernsehdreh des neuen Tatorts "Murot und die Mittsommernacht" zu lernen.

Noch einige Themen kamen zur Sprache, von den Veränderungen in der Gastronomie, dem demographischen Problem in Italien und den Entwicklungen im deutschen Filmgeschäft. Bei letzterem kritisierte Tukur die "Mutlosigkeit" in Deutschland: "Wir haben Angst vor unserem Talent. Wir wollen keine Pioniere sein."

Ulrich Tukur mit eigener Verbindung zum Main-Kinzig-Kreis

Für den Eintrag in das Goldene Buch der Stadt hatte sich der Schauspieler extra vorbereitet und einen Satz auf einen Spickzettel notiert. Diesen übertrug er dann in das Buch: "Geboren an der Hessischen Bergstraße, aufgewachsen im Main-Kinzig-Kreis und jetzt der krönende Schlussakkord mit dem Eintrag ins Goldene Buch Schlüchterns." Der Schauspieler nahm damit Bezug, dass er von 1963 bis 1973 eine Schule im südlichen Kreisgebiet besucht hatte.

Der Bürgermeister dankte mit einem Weinpräsent sowie einer hölzernen Nachbildung des Schriftzuges "I love SLÜ", bevor Tukur die wenigen Meter zu Fuß vom Stadtplatz zu weiteren Dreharbeiten in der Klosterrenterei zurücklegte. (mis/pm) +++

Ulrich Tukur trug sich im Beisein von Bürgermeister Matthias Möller in das Goldene Buch der Stadt ein.

Bürgermeister Matthias Möller übergab dem Gast ein Weinpräsent.

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