Gerät am Buckelwal ausgewertet
Minister präsentiert Daten: Wie ging es mit dem Wal zu Ende?
Archivbild: Marcus Golejewski/dpa
12.06.2026 / SCHWERIN -
Der oft "Timmy" genannte Buckelwal trug einen Sender, als er starb. Die darauf gespeicherten Daten sind nun fertig ausgewertet. Was sagen sie über die letzten Tage des Wals?
Wie ging es nach der Freisetzung des oft "Timmy" genannten Buckelwals weiter? Wie lange bewegte sich der Wal noch, der in einer umstrittenen Aktion von der Ostseeküste zur Nordsee transportiert und kurz nach dem Aussetzen tot an der dänischen Insel Anholt angespült wurde? Es gibt viele offene Fragen. Einige könnten nun beantwortet werden: Der am Wal befestigte Sender ist fertig ausgewertet und Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) selbst will die Ergebnisse vorstellen.
Die Senderdaten ermöglichten einen Einblick in die Bewegungen des Wals nach seiner Freisetzung am 2. Mai und lieferten wichtige Erkenntnisse für die Gesamtbewertung des Falls, kündigte das Ministerium an.
Vergebliches Warten auf Daten
Eigentlich hätten direkt nach der Freisetzung Senderdaten ans Umweltministerium geliefert werden sollen, so die Absprache. Dort wartete man aber vergeblich. Ein Zugriff wurde erst möglich, als der Wal knapp zwei Wochen später tot vor Anholt strandete und das Gerät nach Deutschland gebracht wurde.Gespeicherte Daten könnten mehr Klarheit bringen
Von Trackern erfasste Positionen und Messdaten werden via Satellit - vielfach über das Argos-System - übertragen und sind für den Nutzer online einsehbar. Eine Übertragung von Daten ist nur an der Wasseroberfläche möglich, also wenn das jeweilige Tier auftaucht und die Antenne ausreichend lange aus dem Wasser ragt. Die Geräte verfügen aber auch über einen Speicher, der sich nachträglich auslesen lässt. Diese Daten wurden nun analysiert.Das schon stark verweste Kadaver des Wals wurde nach der Strandung auf der dänischen Insel Anholt obduziert, zunächst ohne konkrete Ergebnisse zur Todesursache. Die Überreste des Tieres sollten in Dänemark unter anderem zu Biodiesel verwertet werden. (dpa) +++
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