Aus "Vietnam Ecke" wird Emils
Eigene Biersorten und deutsche Küche: Neues Konzept im "Alten Brauhaus"
Fotos: Marvin Myketin
13.06.2026 / BAD HERSFELD -
Bad Hersfeld bekommt Zuwachs in seiner Gastronomieszene: Im traditionsreichen Alten Brauhaus am Kirchplatz zieht schon bald neues Leben ein. Wo bislang die "Vietnam Ecke" ihre Gäste bewirtete, eröffnet spätestens Ende Juni "Emils Altes Brauhaus". Hinter dem Konzept steht Boris Bütefür, den viele Bad Hersfelder noch aus seiner Zeit als Pächter der Festspielkantine kennen. Mit regionaler deutscher Küche, eigenem Bier und saisonalen Angeboten soll das Lokal eine Lücke schließen, die viele Bürger seit Jahren sehen.
Das historische Gebäude passt dabei perfekt zum Konzept. Bis 1924 wurde im Anwesen die Privatbrauerei Wolff betrieben, die dem Haus einst seinen Namen gab. Der bekannte und beliebte Gastraum bleibt dabei weitgehend unverändert und soll auch künftig für eine gemütliche Atmosphäre sorgen.
Neue Location passt perfekt zum Konzept
"Wir waren schon länger auf der Suche nach einer passenden Location. Und diese Location passt einfach perfekt zu unserem Konzept", sagt Boris Bütefür im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Kommende Woche erfolgt die offizielle Übernahme - doch die Vorbereitungen laufen schon seit einiger Zeit auf Hochtouren. Ein genauer Eröffnungstermin steht zwar noch nicht fest, doch das Ziel ist klar: "Wir wollen so schnell wie möglich aufmachen. Bis zum Start der Festspiele werden wir am Start sein." Lange muss man sich also nicht mehr gedulden - am 26. Juni starten die Festspiele offiziell in ihre Jubiläumssaison. Kulinarisches Konzept schließt eine Lücke
Viele Hersfelder dürften sich besonders über die kulinarische Ausrichtung freuen. Deutsche Küche ist in der Kreisstadt bislang nur selten vertreten. Genau hier setzt das neue Brauhaus an. Auf die Gäste warten regionale Gerichte, saisonale Karten und hausgemachte Spezialitäten. Besonders das Schnitzel vom deutschen Freilandschwein sowie wechselnde Angebote mit Fleisch- und veganen Alternativen sollen das Angebot prägen. "Nicht das klassische Bier von nebenan"
Ein weiteres Aushängeschild wird das Bierangebot. Passend zum Namen des Hauses soll es verschiedene eigene Biersorten geben, die speziell für das Brauhaus entwickelt werden. Dazu kommen kleine Speisen mit regionalem Bezug, die als Begleiter zu den Getränken serviert werden."Wir werden unser eigenes Bier anbieten. Es wird nicht das Klassische geben, was hier bereits im Umlauf ist", kündigt Bütefür an. Gleichzeitig betont er: "Es ist einfach für jeden etwas dabei."