Exklusive Einblicke in neues Werk

Neustart im Holzbau: Blumer Lehmann mit "Tag der offenen Baustelle"

Am Sonntag gab es beim "Tag der offenen Baustelle" einen exklusiven Einblick in das neue Werk von Blumer Lehmann. Mit dabei: Einen exklusiven Einblick gibt es am Sonntag beim "Tag der offenen Baustelle", Alexander Holl, Geschäftsführer Holz- und Modulbau Deutschland, Christian Zimmermann, Bürgermeister von Steinau und Dieter Zinkand. Leiter Produktion und Montage.
Fotos: Edgar Backmann

15.06.2026 / STEINAU/STR. - Es ist ein Schritt, der die Holzbau‑Landschaft in Osthessen verändern soll: Auf einem 38.000‑Quadratmeter‑Areal in Steinau an der Straße (Main-Kinzig-Kreis) wächst derzeit ein hochmodernes Werk von Bluer Lehmann heran, das die Produktion verdoppeln, neue Arbeitsplätze schaffen und den Modulbau in Deutschland auf ein neues Level heben soll. Einen exklusiven Einblick gibt es am Sonntag beim "Tag der offenen Baustelle". "Damit schaffen wir die Grundlage, um den Holzbau im deutschen Markt als Bauweise der Zukunft weiter voranzutreiben", sagte Christian Stoll, Leiter des Werks in Steinau.



Am neuen Standort werden ab Januar 2027 Holzelemente und komplette Holzmodule gefertigt – vor allem für gesellschaftlich relevante Bauprojekte wie Schulen, Kitas, Wohnraum oder Schwimmbäder. "Wir schaffen Gebäude, die schnell, planbar und mit wenig Baustellenverkehr entstehen", betont Stoll gegenüber OSTHESSEN|NEWS. Ein Beispiel sei die Schulerweiterung in Köln, die in nur neun Monaten geplant und umgesetzt wurde. Die Module können später sogar rückgebaut und an anderer Stelle wiederverwendet werden – ein Pluspunkt in Zeiten von Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeitsanforderungen.

Kapazität steigern und zeitgemäße Arbeitsbedingungen

"Als bedeutender Holzbauer in der Region schaffen wir rund 20 neue Arbeitsplätze. Insgesamt werden am Standort rund 40 Mitarbeitende tätig sein", hob der Leiter des Werks hervor. Die neue Produktionshalle mit 5.400 Quadratmetern ermöglicht es, die Kapazität von derzeit 200 auf 400 Module pro Jahr zu steigern. Doch nicht nur die große Fläche habe überzeugt: "Ausschlaggebend war die Kombination aus Entwicklungsmöglichkeiten, guter logistischer Anbindung und passenden Rahmenbedingungen für ein zukunftsfähiges Werk. Der Standort gibt uns die Möglichkeit, Produktion, Lager und Abläufe effizienter aufzustellen und zugleich weiteres Wachstum langfristig zu planen."

Ein zentraler Baustein: zeitgemäße Arbeitsbedingungen. Die Produktion erfolgt wettergeschützt in der Halle, mit moderner Ausstattung und klaren Prozessen. "An‑ und Abfahrten zur Baustelle gelten als Arbeitszeit - das ist im Bauhandwerk nicht selbstverständlich", sagt Stoll. Zudem investiert das Unternehmen über die eigene Blumer Lehmann Academy in Aus‑ und Weiterbildung. Die Vorfertigung im Werk verkürzt Bauzeiten, reduziert Lärm und Verkehr und macht Projekte unabhängiger vom Wetter. Für Auftraggeber bedeutet das mehr Planbarkeit - für die Umwelt weniger Emissionen, da Holz CO₂ speichert.

"Wir wollen in Deutschland sichtbarer werden"

Für Alexander Holl, Geschäftsführer Holz- und Modulbau Deutschland, ist der Standortwechsel ein strategischer Meilenstein: "Für uns bei Blumer Lehmann ist klar: Holz muss ein relevanter Teil der Bauzukunft sein. Diesen Anspruch konsequent in eine moderne, verlässliche Bauweise zu übersetzen, das treibt uns an. Der Standortwechsel nach Steinau ist dafür ein bedeutender Schritt und Teil unserer Wachstumsstrategie für Deutschland." Die bisherige Produktionsfläche in Großenlüder sei schlicht zu klein geworden. So stellte Holl klar: "Nach fast sechs Jahren war es deshalb für uns an der Zeit, ein neues und eigenes Werk zu bauen, um in Deutschland sichtbarer zu werden und uns noch stärker in der Region zu verwurzeln."

Beim Tag der offenen Baustelle will das Unternehmen nicht nur Einblicke geben, sondern auch potenzielle Fachkräfte ansprechen - gesucht werden Zimmerer, Schreiner, Trockenbauer und weitere Handwerksprofis.

Gegenüber O|N gab Stoll einen Ausblick für die kommende Zeit: "Wir stellen zurzeit den Bau der Werkshalle fertig. Im nächsten Schritt richten wir dann die Anlagen ein und rüsten das Werk aus. Im Dezember steht dann der Umzug von Großenlüder nach Steinau an, damit wir im Januar 2027 das neue Werk in Betrieb nehmen können." So soll Steinau zu einem Standort werden, der nicht nur produziert, sondern den Holzbau in Deutschland sichtbar prägt und die Region langfristig stärkt. (mis) +++

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