Die Gerüchteküche brodelt

Zukunft des Vomberg‑Areals: Stadt favorisiert Supermarkt - doch alles offen

Was wird aus dem Vomberg‑Gelände in Schlüchtern?
Fotos: Andreas Bejm

12.06.2026 / SCHLÜCHTERN - Seit Monaten wird über die Zukunft des ehemaligen Vomberg-Geländes in der Gartenstraße in Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) spekuliert. Immer wieder werden Namen wie Rewe oder Aldi genannt. Doch konkrete Entscheidungen gibt es bislang nicht.



Bürgermeister Matthias Möller macht deutlich, dass die Stadt die Eigentümerin Stephanie Roßmar bei der Entwicklung des Areals unterstützen möchte. Aus Sicht der Stadt soll auf dem Gelände künftig ein Lebensmittelmarkt entstehen. Wer dort jedoch einziehen könnte, ist derzeit völlig offen.

Spekulationen ohne Grundlage

"Alles, was aktuell über einzelne Unternehmen diskutiert wird, ist hochspekulativ", betont Möller. Weder gebe es abgeschlossene Kaufverträge noch konkrete Vereinbarungen mit möglichen Interessenten. Auch die Firma Vomberg selbst hält sich bedeckt. Das Unternehmen bestätigt, dass verschiedene Nutzungsmöglichkeiten geprüft werden. Zu Investoren oder konkreten Konzepten wolle man sich derzeit jedoch nicht äußern. Die Planungen befänden sich noch in einem frühen Stadium.

Interessant ist dabei die Position von Rewe. Das Unternehmen bestätigt, seit längerer Zeit einen Standort in Schlüchtern zu suchen. Wunschstandort seien ursprünglich die Grundstücke Hanauer Straße 18 und 20 gewesen. Nachdem ein Ankauf dort gescheitert sei, halte Rewe weiterhin Ausschau nach geeigneten Flächen. Konkrete Planungen oder Gespräche zu anderen Standorten gebe es aktuell jedoch nicht.

Eine Anfrage an Aldi blieb bislang unbeantwortet. Ob das Unternehmen Interesse an einem Standort auf dem ehemaligen Vomberg-Gelände hat, ist daher derzeit nicht bekannt.

Zukunft des Geländes: Erst Ausbau, dann mögliche Neuentwicklung

Bevor auf dem Vomberg-Gelände überhaupt etwas Neues entstehen kann, müssen zunächst weitere Schritte erfolgen. Geplant ist zunächst die Erweiterung des neuen Vomberg-Standorts im Bereich Landwehr. Erst danach könnte der bisherige Standort aufgegeben und neu entwickelt werden. Hinzu kommen planungsrechtliche Hürden. Für einen Lebensmittelmarkt müsste die Stadt zunächst die baurechtlichen Voraussetzungen schaffen.

Wann konkrete Entscheidungen fallen, ist derzeit noch unklar. Nach Einschätzung von Bürgermeister Matthias Möller könnten erste belastbare Informationen frühestens Ende 2026 vorliegen. (Andreas Bejm)+++

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