Abenteuer Verbandsliga endet bitter

Elfmeter-Drama in der Nachspielzeit: Die SG Eiterfeld/Leimbach steigt ab

Für die SG Eiterfeld/Leimbach ist der Traum vom Klassenerhalt geplatzt.
Fotos: Kevin Kremer

11.06.2026 / WABERN - Für die SG Eiterfeld/Leimbach ist der Traum vom Klassenerhalt geplatzt. Im entscheidenden Relegationsspiel zur Verbandsliga mussten sich die Mannschaft in Wabern der TuSpo Grebenstein nach Verlängerung mit 1:2 geschlagen geben und tritt damit in der kommenden Saison in der Gruppenliga an.



Dabei begann der Abend für die Osthessen durchaus vielversprechend. Vor rund 900 Zuschauern erwischte Grebenstein zwar den aktiveren Start, doch die SGEL nutzte ihre erste große Möglichkeit konsequent. Nach einem Fehler des gegnerischen Torhüters schaltete Joshua Winter schnell und legte für Ferhat Yildiz auf. Der Angreifer behielt die Nerven und brachte Eiterfeld/Leimbach nach 16 Minuten in Führung.

Vor der Pause liegt das 2:0 in der Luft

Mit dem Vorsprung im Rücken konzentrierte sich die Mannschaft von Trainer Andjelko Urosevic vor allem auf die Defensivarbeit. Grebenstein hatte über weite Strecken mehr Ballbesitz, fand jedoch zunächst kaum Lücken gegen die kompakt stehenden Osthessen. Kurz vor der Pause hätte die SGEL ihren Vorsprung sogar noch ausbauen können.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Grebenstein jedoch den Druck deutlich. Die Nordhessen drängten auf den Ausgleich und wurden dafür nach gut einer Stunde belohnt. Recep Cavdar traf mit einem platzierten Schuss zum 1:1 und leitete damit eine Phase ein, in der die TuSpo das Spielgeschehen klar bestimmte. Mehrfach rettete Eiterfelds Schlussmann Elias Budenz seine Mannschaft vor einem weiteren Gegentreffer.

Weil in der regulären Spielzeit keine Entscheidung fiel, ging die Partie in die Verlängerung. Auch dort blieb Grebenstein die spielbestimmende Mannschaft und wurde schließlich belohnt. In der 110. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem Foulspiel im Strafraum auf den Punkt. Jonah Uhl übernahm Verantwortung und verwandelte den Strafstoß sicher zum 2:1.

Schlussoffensive bleibt ohne Erfolg

Die SG Eiterfeld/Leimbach warf in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne, konnte den Rückstand aber nicht mehr ausgleichen. Mit dem Schlusspfiff kannte der Jubel bei Grebenstein keine Grenzen mehr, während für die Osthessen die Enttäuschung überwog.

Besonders bitter: Mit einem Sieg hätte die SGEL nicht nur den Klassenerhalt geschafft, sondern auch Auswirkungen auf weitere Aufstiegsentscheidungen in der Region gehabt. Durch die Niederlage steht nun fest, dass es im Rennen um die Gruppenliga und die Kreisoberliga weitere Entscheidungsspiele geben wird.

300 Anhänger begleiten die SG nach Wabern

Trotz des schmerzhaften Endes konnte sich die SG Eiterfeld/Leimbach auf die Unterstützung ihrer Anhänger verlassen. Rund 300 Fans hatten die Mannschaft nach Wabern begleitet und hofften bis zum Schluss auf den Verbleib in der Verbandsliga. Am Ende entschied jedoch ein Elfmeter in der Verlängerung über Aufstieg und Abstieg.

Für die Spielgemeinschaft endet damit eine nervenaufreibende Saison mit dem bittersten aller möglichen Ausgänge: dem Gang in die Gruppenliga.

Die Statistiken

Grebenstein: S. Schmidt; T. Schmidt, Uhl, Fried (88. Gröschner), Cavdar (116. Michel), M. Schmidt (116. Esswein), Ungewickel, Paulus, Janssen (90.+2 Bezhelev), Möller, Freitag.
Eiterfeld/L.: Budenz; Preis, Kurz, Rakk, J. Winter (100. von Butler), Kramer, Schilling (111. J. Winter), Hildebrand (112. Stumpf), Mertens, L. Köller (79. R. Köller), Yildiz (97. Röhn).
Schiedsrichter: Maximilian Prölss (Ober-Ramstadt)
Tore: 0:1 Ferhat Yildiz (16.), 1:1 Recep Cavdar (64.), 2:1 Jonah Uhl (109., Elfmeter)
Zuschauer: 850 (Constantin von Butler) +++

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