Wichtige Hürde genommen
Grünes Licht für Florenbergcenter: Ausschuss ebnet Weg für Millionenprojekt
Archivfoto: O|N / Marvin Myketin
11.06.2026 / KÜNZELL -
Das geplante Florenbergcenter in Künzell-Pilgerzell hat eine wichtige Hürde genommen. Der Bau-, Umwelt- und Siedlungsausschuss sprach sich am Mittwochabend einstimmig für zwei entscheidende Punkte der Bauleitplanung aus: die Abweichung von der Stellplatzsatzung sowie die Festsetzung des Nutzungskonzeptes für das künftige Nahversorgungszentrum.
Die endgültige Entscheidung fällt zwar erst in der kommenden Gemeindevertretersitzung, doch das Votum gilt als deutliches Signal für das Projekt. Mit der Neuentwicklung soll das in die Jahre gekommene Florenbergcenter grundlegend modernisiert werden. Die bestehenden Gebäude gelten als technisch und energetisch überholt. Geplant sind moderne, energieeffiziente Neubauten mit Photovoltaikanlagen. Neben einem neuen Aldi-Markt (1.100 Quadratmeter) und einem deutlich größeren Rewe mit Metzgerei und Café (2.000 Quadratmeter) soll erstmals auch eine DM-Drogerie (650 Quadratmeter) nach Künzell kommen. Der bestehende Heurich-Getränkemarkt bleibt erhalten. Insgesamt soll das Center rund 4.600 Quadratmeter Verkaufsfläche und etwa 190 Parkplätze bieten.
Wichtige Weichenstellungen für die Zukunft
Besonders die Ausnahme von der Stellplatzsatzung galt zuletzt als Knackpunkt. Nach den bisherigen Vorgaben der Gemeinde wären deutlich mehr Parkplätze erforderlich gewesen als tatsächlich vorgesehen sind. Der Ausschuss folgte nun der Argumentation der Planer und befürwortete die Abweichung.Nahversorgung direkt vor Ort
Ein besonderer Gewinn sei aus Sicht der Gemeinde die geplante Ansiedlung eines Drogeriemarktes. "Die Bürgerinnen und Bürger sollen künftig Drogerieartikel direkt in Künzell einkaufen können und dafür nicht mehr nach Fulda, Petersberg oder Eichenzell fahren müssen", erklärte Zentgraf. Auch wirtschaftlich verspricht sich die Gemeinde positive Effekte. "Wir erhoffen uns insgesamt eine Stärkung des Einzelhandels in Künzell, sodass die Angebote für die Nahversorgung möglichst umfassend direkt vor Ort verfügbar sind", sagte der Bürgermeister.
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