Medizinischer Notfall?
Einsatz mit Überraschung: "Verdächtiges Fahrzeug" begleitet Rekordradlerin
Symbolfoto: O|N/Carina Jirsch
11.06.2026 / SCHLÜCHTERN -
Was zunächst nach einer gefährlichen Situation auf einer Landstraße bei Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) klang, stellte sich am Mittwochmorgen als völlig harmlos - und sogar beeindruckend - heraus. Unter dem Stichwort "verdächtiges Fahrzeug" waren die Disponenten der Polizei alarmiert worden, nachdem ein Verkehrsteilnehmer ein britisches Auto gemeldet hatte, das ungewöhnlich langsam unterwegs war. Mehrere Personen hätten sich zudem auf der Straße aufgehalten, hieß es. Der Verdacht: Alkohol oder ein medizinischer Notfall.
Eine Streife machte sich sofort auf den Weg und entdeckte das Fahrzeug wenig später auf der L3292 Richtung Distelrasen. Doch der vermeintliche Gefahrenmoment löste sich schnell auf: Das Auto war Begleitfahrzeug einer ambitionierten Rennradfahrerin, die gerade an einem außergewöhnlichen Projekt arbeitet. Die Frau befand sich auf einer Langstreckenfahrt vom südlichsten bis zum nördlichsten Punkt Europas - ein Rekordversuch, der höchste Konzentration und ein gut abgestimmtes Team erfordert. Das langsame Tempo und die Personen auf der Straße waren Teil der notwendigen Betreuung.
Die Polizei fand keinerlei Hinweise auf strafbares Verhalten. Der Einsatz war damit beendet - die Reise der Rekordjägerin hingegen dürfte noch lange nicht vorbei sein. (mis/pm) +++