Schwerer Motorradunfall auf der L3196 - Christoph 28 im Einsatz
Auf der L3196 kam es am Samstagnachmittag zwischen Steinau an der Straße und Marjoß zu einem Motorradunfall.
Fotos: Andreas Bejm
07.06.2026 / STEINAU/STR. -Bei einem schweren Motorradunfall auf der Landesstraße 3196 zwischen Steinau und Marjoß ist am Samstagnachmittag ein 68-jähriger Motorradfahrer aus dem Landkreis Münster (Nordrhein-Westfalen) schwer verletzt worden.
Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr der Mann gegen 17 Uhr mit seinem Motorrad der Marke BMW die L3196 in Fahrtrichtung Marjoß. In einer Linkskurve verlor er vermutlich aufgrund eines Fahrfehlers die Kontrolle über sein Motorrad. Die Maschine kam von der Fahrbahn ab und geriet in einen Straßengraben. Dort überschlug sich der Fahrer mit seinem Motorrad und kam etwa zehn Meter weiter zum Liegen.
Aufgrund der Schwere seiner Verletzungen wurde der Rettungshubschrauber Christoph 28 alarmiert. Nach der medizinischen Erstversorgung an der Unfallstelle wurde der 68-Jährige zur weiteren Behandlung in das Klinikum Fulda geflogen. Neben dem Rettungsdienst war auch die Polizei im Einsatz. Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen, der Landung des Hubschraubers sowie der Unfallaufnahme musste die L3196 für rund 45 Minuten in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden.
Kurz zuvor Verkehrskontrollen auf der Strecke
Bereits wenige Stunden zuvor hatte die Polizei auf demselben Streckenabschnitt zwischen 9:30 Uhr und 15:30 Uhr eine umfangreiche Verkehrskontrolle durchgeführt. Hintergrund der Maßnahme sind die immer wieder auftretenden schweren Verkehrsunfälle auf der bei Motorradfahrern beliebten Strecke zwischen Steinau und Marjoß.
Die kurvenreiche Landesstraße wird regelmäßig von Bikern aus der gesamten Region und darüber hinaus genutzt. Entsprechend stammten viele der kontrollierten Verkehrsteilnehmer aus überregionalen Gebieten. Im Rahmen der Kontrolle überprüften die Beamten rund 200 Fahrzeuge. Dabei wurden insgesamt 25 Verstöße festgestellt, darunter Geschwindigkeitsüberschreitungen, Fahrten unter dem Einfluss von Cannabis sowie zwei Gurtverstöße. Besonders auffällig war ein Fahrer aus dem Vogelsbergkreis, der die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um 49 km/h überschritt. Ihn erwarten nun ein empfindliches Bußgeld sowie ein Fahrverbot.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen. (Andreas Bejm) +++