Eine Gemeinschaft auf Rädern
"Back to the roots" in Kerzell: Rekordteilnahme beim Düdo-Treffen
Fotos: Marvin Myketin
07.06.2026 / EICHENZELL -
Wer am Wochenende durch den Eichenzeller Ortsteil Kerzell (Landkreis Fulda) fuhr, konnte eine ganze Reihe besonderer Fahrzeuge entdecken: Insgesamt 39 sogenannte "Düdos" sind zum mittlerweile größten Treffen ihrer Art zusammengekommen. Für die Teilnehmer geht es dabei um weit mehr als alte Transporter. Im Mittelpunkt stehen Gemeinschaft, Leidenschaft und die Geschichten, die mit den Fahrzeugen verbunden sind.
Die Bezeichnung "Düdo" leitet sich von Düsseldorf ab. Dort wurde die legendäre Transporter-Baureihe von Mercedes-Benz einst gebaut. Viele der Fahrzeuge sind heute Jahrzehnte alt und wurden von ihren Besitzern liebevoll restauriert, umgebaut oder zu Wohnmobilen ausgebaut.
Vom Blaulichttreffen zur großen Community
Begonnen hat alles in Kerzell. "Wir haben das 2020 mit fünf Autos ins Leben gerufen", erzählt Organisator Tom Heil im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Damals handelte es sich ausschließlich um ehemalige Feuerwehrfahrzeuge aus der Düsseldorfer Baureihe. "Deshalb haben wir das zunächst Blaulichttreffen genannt", erinnert sich Heil. Doch die Gemeinschaft wuchs schnell. Immer mehr Besitzer der historischen Mercedes-Transporter schlossen sich an, sodass aus dem kleinen Treffen eine deutschlandweite Community entstand. "Die Baureihe wurde in Düsseldorf gebaut, die Abkürzung lautet Düdo. Irgendwann haben wir gesagt: Wir machen das größer und nennen es Düdo-Treffen." "Back to the roots"
In den vergangenen Jahren fand das Treffen im Harz statt. Nun kehrten die Teilnehmer bewusst nach Kerzell zurück. "Wir haben gesagt, wir wollen das wieder selbst aufbauen und zurück dorthin gehen, wo alles entstanden ist. Deshalb heißt es in diesem Jahr: Back to the roots", so Heil. Dass die Entscheidung richtig war, zeigt die Resonanz. Mit 39 Fahrzeugen wurde ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt. Die unterschiedlichsten Modelle standen nebeneinander auf dem Gelände und zogen zahlreiche neugierige Blicke auf sich. Viele der Besitzer nehmen dafür lange Anreisen quer durch Deutschland in Kauf. Schließlich verbindet sie die Begeisterung für eine Fahrzeugbaureihe, die längst Kultstatus erreicht hat.