Begeistert vom Jugendkirchentag
"Zeigen, dass Kirche keine verschnarchte Veranstaltung ist!"
Fotos: (8) Florian Wiegand
07.06.2026 / ALSFELD -
In Alsfeld findet aktuell der Jugendkirchentag statt. Das größte kirchliche Jugendtreffen in Deutschland wird mitveranstaltet von den Jugendorganisationen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Im Vogelsberg ist dies die EJVD. Ihre Mitglieder sind in der Regel zwischen 14 und 27 Jahre alt und vertreten und gestalten die Belange von jungen Menschen in der Kirche. Auf dem Jugendkirchentag sprachen wir mit Chiara Hohmann, Vorsitzende der EJVD, Lara Allendorf und Luisa Tamm.
Der Jugendkirchentag findet in Alsfeld statt! Wie waren die letzten Tage vor dem für euer Dekanat einzigartigen Ereignis?
Was bedeutet es für euch, bei diesem außergewöhnlichen Ereignis dabei zu sein und eure Freizeit zu opfern?
Chiara: Ich möchte hier den Fokus auf die Gemeinschaft legen, die entsteht: Täglich kommen wir hier mit vielen jungen Menschen zusammen, beten, lachen, singen, haben Spaß. Genau dafür mache ich es sehr gern.
Lara: Ich war früher gerne bei den Kinderbibeltagen oder den Ferienspielen dabei. Das hat mir sehr gefallen, sodass ich seit einiger Zeit auch als Teamer unterstütze. Es ist toll, wie hier Gemeinschaft entsteht, und wie man ganz eindeutig sieht, dass Kirche überhaupt nicht die Schnarchveranstaltung ist, für die man sie oft hält.
Chiara: Wir können mit der EJVD viel für die Jugendlichen bei uns im Dekanat gestalten. Wir besprechen viele Themen, die uns etwas angehen, und machen Angebote, die Spaß machen, aber auch Tiefgang haben. Und wir sind eine tolle Truppe!
Luisa: Obwohl wir hier so viele Menschen sind, hat sich schon jetzt eine tolle Gemeinschaft gebildet. Es gibt einfach so viel zu entdecken und zu tun. Man kann mit anderen Workshops besuchen, Sport machen, schweigen, tanzen oder beten. Besonders die Abendveranstaltungen, so wie gestern in der Walpurgiskirche, sind sehr stimmungsvoll. Wir alle genießen die Tage hier sehr.
Lara: Wir sind hier so viele verschiedene Menschen, doch uns verbindet unser Glaube – das ist eine beeindruckende Erfahrung.
Was sind eure Aufgaben hier am Jugendkirchentag?
Luisa: Wie schon angedeutet, betreiben wir von der EJVD die "RespektBar". Dort gibt es Mocktails und kleine Aktionen zum Motto des Jugendkirchentages "Mach laut. Mach bunt. Mach mit." Wir sind ein Team von etwa zwanzig Leuten, die hier an den beiden Tagen die RespektBar am Laufen halten. Und wir bieten neben den Getränken auch eine Chill-out-Area an, in der man gemütlich unsere leckeren Getränke genießen oder auch nur sitzen, chillen und quatschen kann.
Ihr gestaltet ja gemeinsam mit dem Dekanat den Themenpark "Mach bunt". Was genau finden die Gäste denn dort außer eurer RespektBar?
Was ist euer Favorit? Was wollt ihr euch keinesfalls entgehen lassen?
Lara: Die Partys.
Luisa: Die Workshops.
Chiara: Die Mocktails an der RespektBar und die Konzerte auf dem Marktplatz.
Der Jugendkirchentag ist für euch als Mitveranstalter sehr arbeitsreich und mit allen Angeboten und Begegnungen auch eine sehr intensive Zeit. Was wünscht euch, soll für euch vom JKT hängenbleiben und was für die Gäste?
Luisa: Mir war nach dem letzten Jugendkirchentag klar, dass ich da wieder mit dabei sein will. Es wäre schön, wenn die heutigen Besucherinnen und Besucher auch mit dem Wunsch nach Hause gehen: "Ja, nächstes Mal bin ich wieder dabei."
Lara: Man kann ganz schön viel Energie von hier mitnehmen, nette Leute kennenlernen und vielleicht dauerhafte Verbindungen schaffen. Ich kann mir schon vorstellen, dass alle das nächste Mal wieder dabei sein wollen, denn man kann hier die Schönheit von Gemeinschaft entdecken.
Chiara: Ich möchte an der Stelle einmal das Wort für die Ehrenamtlichen ergreifen: Wir nehmen das Gefühl mit, alles dafür getan zu haben, dass die Menschen hier eine schöne Zeit haben. Ich bin jetzt schon nachhaltig geprägt von den Jugendkirchentagen, die mir immer wieder zeigen, dass Gemeinschaft möglich ist.
Das Interview führte Traudi Schlitt. (pm/ci)+++