Einblick in Planung, Bau und Ausstattung
Neuer Feuerwehrstützpunkt: Einblick für ehemalige Bürgermeister
Foto: Privat
06.06.2026 / HERBSTEIN -
Vor Kurzem besuchte die Vereinigung der ehemaligen Bürgermeister und Kassenverwalter des Altkreises Lauterbach und Schotten den neuen Feuerwehrstützpunkt der Stadt Herbstein. Bürgermeisterin Astrid Staubach und Wehrführer Swen Jost begrüßten die Mitglieder der Vereinigung im neuen Gebäude und informierten die Gäste zur Entstehungsgeschichte, zur Bauphase, zur Einweihung und zum finalen Umzug. Der ehemalige Bürgermeister Herbsteins, Bernhard Ziegler, konnte ebenfalls noch einiges aus der Planungsphase bis zum 1. Spatenstich im Oktober 2023 berichten.
Der Neubau wurde notwendig, da das alte Feuerwehrgerätehaus aus 1972 in der Frankenstraße nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprach und sich bereits im Jahr 2018 die Überlegungen für einen Neubau konkretisierten.
Herausforderungen im Bauprozess und wichtige Normänderungen
Bis zur Einweihung im letzten Jahr mussten viele Hürden überwunden werden, um das Projekt zu realisieren. So mussten u. a. die Planung EU-weit ausgeschrieben, ein Bauantrag gestellt, die Finanzierung gesichert und Förderanträge auf den Weg gebracht werden. Auch in den politischen Gremien musste Überzeugungsarbeit geleistet werden, damit das neue Gebäude entstehen konnte. Auch die Kostensteigerungen durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine waren Herausforderungen, die es zu bewältigen galt.Ein besonderes Highlight während der Bauphase war die Änderung der DIN-Norm für Feuerwehrgerätehäuser Durch diese Änderung erhielten Berufsfeuerwehren und freiwillige Feuerwehren endlich die schon lange geforderten unterschiedlichen Standards, was jedoch nicht bedeutete, dass diese für die freiwilligen Feuerwehren abgesenkt wurden. Positiv war, dass das immer wieder neu entfachte Thema - Ölabscheider in den Fahrzeughallen – nicht zum Standard bei den "Freiwilligen" erklärt wurde.
Moderner Feuerwehrstandort beeindruckt Besuchergruppe
Beim Rundgang erfuhr die Besuchergruppe auch, dass die Stadt Herbstein mit dem Neubau neben Alsfeld den modernsten Feuerwehrstandort im Vogelsbergkreis unterhält. Wehrführer Jost erläuterte die Abläufe bei einer Alarmierung und bei Rückkehr aus den Einsätzen. Auch die Funktionen der Schlauchpflegeanlage, der Wasch- und Kleiderkammer sowie die stringente Schwarz-Weiß-Trennung, welche bereits an den verwandten Bodenfliesen zu erkennen ist, wurden den Gästen erläutert.Die Gesamtkosten des Projektes, inkl. technischer Ausstattung sowie des Ausbaus der Zufahrt und des Rad- und Fußweges zum Kurpark, betragen knapp 7 Mio. Euro. An Fördermitteln konnten 280.000 Euro vom Land Hessen und 140.000 Euro vom Vogelsbergkreis verzeichnet werden. Bürgermeisterin Staubach betonte, dass die Investition gut angelegtes Geld für die Sicherheit der Bevölkerung sei und sie sehr froh darüber wäre, dass sich viele Aktive auch aus den Stadtteilen bei den vielfältigen neuen Tätigkeiten ehrenamtlich einbringen würden. Zum gemütlichen Ausklang traf man sich auf der Terrasse der Vulkantherme zu Kaffee und Kuchen. (js/pm)+++