Praxisnahe Schulung
Intensivtraining: Feuerwehr übt strukturiertes Vorgehen bei Notfallpatienten
Bilder: C. Bünger
05.06.2026 / ALSFELD -
Am Samstag stand die strukturierte Patientenversorgung im Fokus einer Ausbildungsveranstaltung im Feuerwehrhaus Alsfeld. Die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner wurden von den drei Notfallsanitätern und Praxisanleitern Sebastian, Thomas und Christoph geschult. Schwerpunkt der Ausbildung war das sogenannte (x)ABCDE-Schema, ein bewährtes Konzept zur strukturierten Versorgung von Notfallpatienten. Es hilft dabei, lebensbedrohliche Zustände schnell zu erkennen und notwendige Maßnahmen nach klaren Prioritäten einzuleiten.
Am Vormittag stand zunächst ein Theorieblock auf dem Ausbildungsplan. Hier wurden die Grundlagen des (x)ABCDE-Schemas vermittelt und anhand praktischer Beispiele erläutert. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei Gruppen eingeteilt. Anschließend durchliefen sie drei verschiedene Ausbildungsstationen.
An der ersten Station, betreut von Sebastian, standen praktische Fertigkeiten im Mittelpunkt. Hier wurden das Freimachen von Atemwegen, die Beatmung von Patienten sowie die Blutdruckmessung geübt. Die zweite Station wurde von Thomas betreut. Dort lag der Schwerpunkt auf der Einschätzung erkrankter Patienten nach dem ABCDE-Schema. Anhand realistischer Szenarien wie Schlaganfall, Unterzuckerung oder akutem Koronarsyndrom konnten die Teilnehmer die strukturierte Patientenbeurteilung trainieren. Für einen besonders praxisnahen Ablauf sorgte dabei Konrad, Rettungssanitäter und Patientendarsteller, der verschiedene Krankheitsbilder realistisch darstellte.
Die Ausbildung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßiges Training medizinischer Notfallsituationen für die Feuerwehr ist. Durch die Kombination aus Theorie und praxisnahen Übungen konnten die Einsatzkräfte ihre Kenntnisse vertiefen und ihre Handlungssicherheit im Umgang mit Patienten weiter stärken. Ein herzliches Dankeschön gilt dem DRK-Kreisverband Alsfeld für die Bereitstellung der Übungssimulatoren sowie dem Förderverein der Feuerwehr für die Unterstützung bei der Verpflegung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. (js/pm)+++