Stärkt das Handwerks-Image!

Bundesagentur zeichnet Bäckerei Happ mit Ausbildungszertifikat aus

Besondere Wertschätzung für die Bäckerei Happ: Christoph Happ und Markus Hambach nehmen gemeinsam mit dem Team der Auszubildenen das Ausbildungszertifikat von Karsten Hesse.
Foto: Bundesagentur für Arbeit

03.06.2026 / NEUHOF - "Freude an der Arbeit" – Das ist das Wichtigste, das die Auszubildenden der Bäckerei Happ in Neuhof (südlicher Kreis Fulda) mitbringen sollten. "Bei uns bewerben sich Schülerinnen und Schüler mit allen Schulabschlüssen, aber grundsätzlich reicht ein Hauptschulabschluss, wenn gute Grundkenntnisse in Mathematik vorhanden sind", erklärt Geschäftsführer Christoph Happ, der vor allem eins bei seinem Firmennachwuchs sehen will: das Glänzen in den Augen derjenigen, die zu Schnuppertagen in die Backstube kommen und im besten Fall nach dem Schulabschluss zu neuen Auszubildenden werden.



Nun strahlte der Firmenchef selbst, als er das Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit entgegennahm. "Wertschätzung für die Nachwuchskräfte, eine gute Begleitung während der Ausbildung und Offenheit für junge Menschen, die durch besondere Umstände benachteiligt sind" – mit diesen Eigenschaften begründete Karsten Hesse, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, die Entscheidung für die Auszeichnung. Mit dem Ausbildungszertifikat wird in diesem Jahr lediglich ein Betrieb im Landkreis Fulda für sein besonderes Engagement im Bereich der Ausbildung geehrt.

Bis zu zwölf Azubis im Jahr beginnen ihren beruflichen Weg bei der Bäckerei Happ, die insgesamt rund 820 Mitarbeitende beschäftigt. Neben Auszubildenden in Verkauf, Produktion und Verwaltung gehören hierzu auch dual Studierende. Wer bei dem Unternehmen lernt, der wird ausgebildet, um zu bleiben. "Viele unserer ehemaligen Nachwuchskräfte sind heute noch bei uns, da wir sehr flexible Arbeitszeitregelungen anbieten und intern gute Karrieremöglichkeiten eröffnen", berichtete Firmenchef Happ bei der Übergabe der Urkunde.

Damit die Ausbildung umfassend und nicht eintönig wird, rotieren die Auszubildenden ständig. Wer heute Pudding für den Käsekuchen kocht, schneidet heute Erdbeeren für den Obstkuchen und dreht vielleicht noch Knusperstangen. Hier ist Team- und Handarbeit gefragt. Für einen der in der Region bekannten Goldhappen sind vier Arbeitsschritte nötig. Um die jungen Menschen optimal auf die Abschlussprüfung vorzubereiten, gibt es einmal pro Woche Zusatzunterricht im Betrieb.

Karsten Hesse lobte die beispielhaften Ansätze der Handwerksbäckerei: "Damit arbeiten Sie dem Fachkräftemangel entgegen und stärken zugleich das Image des Handwerks." (mp/pm) +++

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