Sperrzone in ganz Hessen
Blauzungenvirus erreicht den Landkreis Fulda: Aktueller Fall in Rinderhaltung
Das Blauzungenvirus erreicht den Landkreis Fulda
Symbolbild: Pixabay
03.06.2026 / FULDA -
Das Blauzungenvirus ist nun auch im Landkreis Fulda angekommen. Nachdem es im Herbst 2025 im Saarland und in der Eifel sowie im Februar dieses Jahres im Kreis Bergstraße (Südhessen) nachgewiesen wurde, ist nun auch eine Rinderhaltung im Landkreis Fulda betroffen. Das geht aus einer aktuellen Meldung des Landkreises Kassel hervor. Durch den Fall in Fulda muss die Sperrzone nun ausgeweitet werden - auf ganz Hessen.
Rund um betroffene Tierhaltungen schreibt die EU Sperrzonen mit einem Radius von 150 Kilometern vor. Wer Tiere empfänglicher Arten aus der BTV-8-Sperrzone herausbringen möchte, muss strenge europäische Auflagen erfüllen. Innerhalb der Sperrzone bestehen hingegen keine Handelsbeschränkungen.
Das Blauzungenvirus wird durch kleine blutsaugende Mücken, sogenannte Gnitzen, übertragen und befällt Wiederkäuer. Anstecken können sich Rinder, Schafe und Ziegen, aber auch Kameliden wie Lamas und Alpakas. Für Menschen ist das Virus nicht gefährlich – erkrankte Tiere hingegen leiden erheblich. Hohes Fieber, Apathie und Fressunlust infolge von Zungenschwellungen und -entzündungen, Lahmheiten sowie Missbildungen oder Fehlgeburten beim Nachwuchs sind typische Symptome, die tierärztlich abgeklärt und behandelt werden sollten. In schweren Fällen kann die Erkrankung zum Tod führen – besonders in nicht geimpften Herden, wo gehäufte Todesfälle zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden führen können.
Gegen das Virus sowie gegen die Serotypen BTV-3 und BTV-4 steht eine Impfung zur Verfügung, die klinische Symptome deutlich mildern und Todesfälle verhindern kann. Der Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz empfiehlt Tierhaltern daher dringend, empfängliche Tiere impfen zu lassen. Diese Empfehlung hat auch das Hessische Landwirtschaftsministerium den Tierhaltern ausgesprochen. (mp) +++
Die Sperrzone gilt nun in ganz Hessen\r\n
Symbolbild: Pixabay