Auftakt zum Beteiligungsprozess

Wie sieht das Bahnhofsviertel der Zukunft aus? Stadt will Quartier entwickeln

Für viele Besucher ist das Bahnhofsviertel das Eingangstor zur Innenstadt - für die Fuldaer ist es Konsummeile, Wohnort und gelebte Nachbarschaft. Im Rahmen des Städtebauförderprogramms "Wachstum und nachhaltige Erneuerung" will die Stadt das Quartier jetzt gezielt weiterentwickeln
Archivbild: O|N / Moritz Bindewald

03.06.2026 / FULDA - Für viele Besucher ist das Bahnhofsviertel das Eingangstor zur Innenstadt - für die Fuldaer ist es Konsummeile, Wohnort und gelebte Nachbarschaft. Im Rahmen des Städtebauförderprogramms "Wachstum und nachhaltige Erneuerung" will die Stadt das Quartier jetzt gezielt weiterentwickeln - und nimmt Interessierte über ein Beteiligungsverfahren gezielt mit.



Zum Hintergrund: Im November 2025 verkündete das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum den Erfolg der Bewerbung und die Aufnahme des Programmstandortes im Jahr 2026 im Städtebauförderprogramm "Wachstum und nachhaltige Erneuerung". Die Durchführung der Fördermaßnahmen ist auf einen Zeitraum von 10 Jahren ausgerichtet und wird durch den Bund, das Land Hessen und die Stadt Fulda je zu einem Drittel der förderfähigen Gesamtkosten finanziert.

Aufwertung des öffentlichen Raums

Förderfähig sind etwa die Instandsetzung und Modernisierung von Gemeinbedarfseinrichtungen sowie die Aufwertung des öffentlichen Raumes. Dafür muss die Stadt ein sogenanntes "Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept" - kurz ISEK - vorlegen. Das definiert Einzelmaßnahmen, die dann über die Förderperiode beantragt werden können. Ebenso ist der Aufbau einer Steuerungsstruktur, der "Lokalen Partnerschaft" vorzulegen. Genau hierfür ist am Dienstag in der Aula der Adolf-von-Dalberg-Schule der Startschuss gefallen.

Viertel hat viel Potenzial

Das ISEK wird entwickelt vom Stadtplanungsbüro Yellow Z aus Berlin in Kooperation mit Argus Stadt und Verkehr aus Hamburg, wie Roman Bonzel von der Städtebauförderung der Stadt Fulda zu Beginn erklärte. "Wir sind der Meinung, dass im Bahnhofsviertel viel Potenzial liegt, das noch gestaltet werden soll und gestaltet werden muss - für uns alle hier: für die Leute, die aus der Umgebung in die Stadt Fulda kommen, die die Stadt besuchen, die hier arbeiten und leben", begründet Bonzel die Bewerbung auf das Förderprogramm.

Das sind die Schwerpunkte

Eine zentrale Rolle spiele dabei der öffentliche Raum. Mehr Grün, bessere Aufenthaltsqualität und unterschiedliche Nutzungen für verschiedene Zielgruppen sollen das Quartier attraktiver machen. Auch das Thema Mobilität wurde als Schlüssel zur Entwicklung benannt. Oliver Bormann von Yellow Z und Martin Randelhoff von Argus erläuterten das weitere Vorgehen. Bereits im Vorfeld hatten sie bei Rundgängen durch das Viertel Impulse gesammelt.

Nachfolgend wurden in einem Interview-Format verschiedene Akteure der Stadt befragt - vom Grünflächenamt über die Business Improvement Districts (BID) Bahnhofsstraße bis zur Städtebauförderung. Nach deren Impulsen bestand für die erschienen Besucher die Möglichkeit, an Mitmachstationen ihre Perspektive einzubringen. (mmb) +++

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