Feier-Hotspot muss sich entwickeln
Erste Planungen: Das Bermudadreieck soll gastronomiefreundlicher werden
Insbesondere im Sommer ist Fuldas Innenstadt sehr belebt, das möchte der Bauausschuss nun fördern
Fotos: O|N-Archiv / Philipp Gerhard
04.06.2026 / FULDA -
Das sogenannte "Bermudadreieck" dürfte so ziemlich jedem Fuldaer und auch regelmäßigen Gästen der Stadt definitiv ein Begriff sein. Mitten in der Fuldaer Innenstadt gelegen, ist das Gebiet schon seit Jahren und sogar Jahrzehnten ein Ort der Gemeinsamkeit, Kneipenkultur und Geselligkeit. Nun soll es endlich mehr und vor allem einfachere Möglichkeiten für zukünftige Gastronomen vor Ort geben. Hierzu tagte der Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung am Dienstagabend.
Vor 26 Jahren, zur Jahrtausendwende, wurde der letzte Bebauungsplan beschlossen. Damals mit dem Fokus darauf, die Anwohner zu schützen und das Areal ruhiger und entspannter zu machen. Die Stadt hat sich innerhalb eines Vierteljahrhunderts natürlich verändert und auch damals wie heute ist das Bermudadreieck ein beliebter Hotspot, insbesondere für Jugendliche und Studenten. Dementsprechend müsse man Gastronomie auch erlauben und nicht ausschließen, erklärte Stadtbaurat Daniel Schreiber.
Gastronomie und Kneipen gehören zur Innenstadt - Wohnen aber auch
Nun sollen der Bebauungsplan sowie das Baurecht angepasst werden und darauf abzielen, die Rahmenbedingungen für gastronomische Betriebe vor Ort zu verbessern. Aktuell lebt das Gebiet von Ausnahmeregelungen, bei denen beispielsweise ein Handelsgeschäft zusätzliche Verkostungen und kleinere Events anbieten kann, ohne direkt als Gastronomiebetrieb zu gelten. Nun möchte man die Innenstadt weiter lebendig gestalten und ein sogenanntes "urbanes Gebiet" gestalten, das es möglich macht, neue Gastronomien zu etablieren und vorhandene Lokalitäten zu unterstützen.
Gegenüber dem erklärten Ziel des Bauausschusses, das Gebiet gastronomischer zu prägen, werden auch immer wieder Stimmen der Anwohner laut, die sich über die Lautstärke in den Nachtstunden beschweren. Auch mit besserer Dämmung der Fenster sei es aufgrund der vielen Altbauten nahezu unmöglich, den möglicherweise entstehenden Lärm völlig zu neutralisieren.
Die Planung steckt derzeit noch in den Kinderschuhen und bis sich konkret etwas ändert, vergeht noch einige Zeit, aber der Plan steht. Dabei gilt es, einen tragfähigen Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der Anwohner und den Interessen der Gastronomiebetriebe bzw. ihrer Gäste zu finden: Die Innenstadt soll belebt werden, ohne die Anwohnerschaft unnötig zu beeinträchtigen. Hierüber war sich der Bauausschuss einig. (pg) +++