Letzte Runde im Klostermauerweg
Einigung erzielt: Endlich Baubeginn des zu erneuernden Fußweges
Fotos: goa
03.06.2026 / ALSFELD -
Vor vier Jahren begann die Erneuerung eines historisch bedeutsamen innerstädtischen Verkehrswege-Kleinods: Die historische Stadtmauer im Bereich des Klostermauerwegs zwischen Marburger Straße und Volkmarstraße wurde mit hohem Aufwand überarbeitet, und nun erfolgte durch Bürgermeister Stephan Paule der Startschuss zu den Bauarbeiten der Wegeoberfläche inklusive einer teilweisen Verbreiterung der Wegebreite und einer Beleuchtung des Fußwegs.
Die Vorfreude auf die endgültige Fertigstellung des Fußweges ist dem Bürgermeister anzumerken. Breiter, heller, funktionaler wird der Klostermauerweg – und letztlich auch sicherer in jeder Hinsicht. "Die Sanierung des Klostermauerweges erfolgt in mehreren Bauabschnitten. 2022/2023 war bereits die Sanierung des denkmalgeschützten Natursteinmauerwerks der historischen Stadtmauer zwischen Marburger und Volkmarstraße erfolgt. Dass der Weg mit seiner ehemals maroden Asphaltoberfläche dann lange gesperrt war und nur ein Provisorium war, lag an einer Diskussion mit der Denkmalschutzbehörde. Nun naht das Happy End, denn es wurde eine Einigung erzielt. Wir konnten die Erstellung der Wegeoberfläche ausschreiben und gehen nun mit der Firma Giebel in die Umsetzung", zeigt sich der Bürgermeister im Vor-Ort-Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS erleichtert.
Bausumme von 260.000 Euro
In der Frage der Oberflächenbeschaffenheit hat letztlich eine Begehung mit der Landeskonservatorin zu einem wegweisenden Ergebnis geführt: Der Weg wird mit mangarotem Granitpflaster verlegt, zu dem Konsens hergestellt wurde, wenngleich keine Förderung möglich ist und die Stadt die Bausumme von 260.000 Euro allein zu tragen hat. Beinhaltet sind das gartenseitige Abfangen des Gefälles mit L-Steinen, die Herstellung des Wegeuntergrundes bis zur Oberfläche, die Entwässerung per muldenförmiger Basaltsteinrinne sowie die anschließende Wegebeleuchtung sowie eine Zaunanlage.Durch die Wegebefestigung wird auch der Winterdienst mit einem Kleinstraumfahrzeug möglich sein. Auch die Bauphase wird mit kleinkalibrigen Maschinen erfolgen müssen: "Wegen der beengten Baustellenverhältnisse können nur Kleingeräte zum Einsatz kommen", erklärt der Bauleiter der beauftragten Familie Giebel aus Eichenzell, Christoph Hau, zusammen mit Vorarbeiter Daniel Römhild, der die Altstadt bereits bestens kennt. "Wir freuen uns, wieder für die Stadt tätig zu werden, wie dies ja auch bereits beim Marktplatz und den beiden Brunnenanlagen im dortigen Bereich der Fall war. Als Erstes errichten wir eine L-Stein-Wand und können so in weiten Bereichen eine Verbreiterung des Weges erzielen. Dann wird die Oberflächenarbeit mit den Natursteinen vorgenommen." Für die Dauer der erforderlichen acht bis zehn Wochen ist eine Sperrung des Weges unvermeidbar.
Wegeverbreiterung verbessert die Erreichbarkeit des Klostergartens
Besonders erfreulich und mit Herbeiführung eines echten sicherheitsrelevanten Aspektes verbunden wird die anschließende Installation von klassischen Altstadtleuchten sein. Michael Ochs, als Projekt-Sachbearbeiter beim städtischen Bauamt für die Baumaßnahme zuständig: "Nach den Wege-Bauarbeiten stellt der städtische Baubetriebshof die Leuchten auf, die OVAG wird sie anschließen und abschließend wird noch im Laufe des Jahres der Begrenzungszaun gesetzt." Bürgermeister Paule betont: "Die Beleuchtung ist für die Sicherheit auf dem Weg, gerade bei der starken Nutzung als Schülerweg zur Stadtschule, aber auch für viele Seniorinnen und Senioren, als Verbindung von der Marburger Straße in die Volkmarstraße, von nicht zu unterschätzender Bedeutung."