4,5 Millionen Euro Investition
Wertstoffhof-Neubau im Münsterfeld: Arbeiten haben begonnen
Fotos: Marvin Myketin / Felix Weigl
04.06.2026 / FULDA -
Vor drei Jahren haben die Fuldaer Stadtverordneten beschlossen, den Wertstoffhof von der Weimarer Straße ins Münsterfeld zu verlegen. Dieser soll auf einer Fläche des Gewerbegebiets zwischen Maberzell und Haimbach entstehen. Wie die CDU nun in einer Pressemeldung erklärt, habe die CDU-Mehrheitsfraktion laut dem aktuellen Sachstandsbericht des Magistrats das Projekt deutlich vorangetrieben.
"Ein Projekt dieser Größenordnung braucht nicht nur Zustimmung, sondern vor allem klare Entscheidungen und eine verlässliche politische Linie", erklärt Michael Ruppel, Vorsitzender des Arbeitskreises Bauwesen, Klimaschutz, Stadtplanung und Mobilität der CDU-Fraktion. "Diese Richtungsentscheidung haben wir als Mehrheitsfraktion getroffen und konsequent vorangetrieben."
Trennung von Besucher- und Logistikverkehr
Ein zentrales Element der Planung ist die konsequente Trennung von Besucher- und Logistikverkehr. Für private Anlieferungen ist ein strukturierter Einbahnverkehr mit separater Einfahrts- und Anstauspur auf nicht öffentlichem Gelände vorgesehen. Rückwärtsfahrten werden vollständig vermieden. Gleichzeitig können volle Container unabhängig vom Besucherverkehr über eine eigene Logistikzufahrt abtransportiert werden.Der neue Wertstoffhof gliedert sich in mehrere funktionale Bereiche: ein Betriebsgebäude mit Verwaltung, Sozialräumen und öffentlichem WC, eine überdachte Halle für Kleinfraktionen und Elektroaltgeräte, einen Recyclinghof mit überdachten Containerstellplätzen auf zwei Ebenen sowie eine separate Bauschutthalle. Die Containerstellplätze sind barriereärmer ausgeführt und ermöglichen eine komfortable, übersichtliche Entsorgung von stirn- und längsseitig zugänglichen Stegen aus.
Prinzipien der Kreislaufwirtschaft
Inhaltlich ist der Wertstoffhof klar auf die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft ausgerichtet. Der Grundsatz "Wiederverwendung vor Verwertung vor Beseitigung" bildet die Leitlinie der Planung. Neben klassischen Wertstoffen werden zahlreiche Kleinfraktionen sowie Elektroaltgeräte strukturiert angenommen und vorsortiert. Perspektivisch sind Erweiterungen des Fraktionsspektrums möglich. Der Wertstoffhof ist ausschließlich für Fuldaer Bürgerinnen und Bürger vorgesehen; eine deponieähnliche Nutzung ist ausdrücklich nicht geplant."Das Projekt wird im Parlament breit getragen – und genau so soll es auch sein", so Ruppel abschließend. "Unsere Aufgabe als Mehrheitsfraktion ist es, die Richtung vorzugeben, Entscheidungen zu treffen und die Umsetzung verlässlich zu steuern. Der neue Wertstoffhof im Münsterfeld ist dafür ein gutes Beispiel." (mp/pm) +++