Durchbruch in der Therapie
Neue Studie: Hoffnung im Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs
Symbolfotos: pixabay
03.06.2026 / REGION -
Kaum eine Krebsdiagnose löst bei Betroffenen und Ärzten so große Sorgen aus wie Bauchspeicheldrüsenkrebs. Das sogenannte Pankreaskarzinom zählt zu den aggressivsten Tumorerkrankungen. Oft wird die Diagnose erst gestellt, wenn eine Heilung bereits kaum noch möglich ist. Nun sorgt eine neue Therapie für Aufsehen in der Onkologie und gibt vielen Patienten neue Hoffnung.
Prognose bislang ernüchternd
Umso größer ist die Aufmerksamkeit für die Ergebnisse einer neuen Studie, die im renommierten New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde. Der Wirkstoff Daraxonrasib konnte die Überlebenszeit von Patienten mit bestimmten genetischen Veränderungen deutlich verlängern. In der Studie verdoppelte sich das mediane Überleben auf rund 13 Monate (O’Reilly et al., NEJM, 2026; doi: 10.1056/NEJMoa2605555).
Besonders bemerkenswert ist der Wirkmechanismus des Medikaments. Daraxonrasib richtet sich gegen mutierte RAS-Onkogene, dabei handelt es sich um genetische Veränderungen, die das Tumorwachstum antreiben und lange Zeit als kaum therapeutisch angreifbar galten. Viele Krebsforscher bezeichneten RAS daher über Jahrzehnte als einen der "heiligen Grale" der Krebsmedizin.
Fortschritte markieren Wendepunkt
Noch ist Bauchspeicheldrüsenkrebs keine heilbare Erkrankung. Doch die neuen Daten markieren einen Wendepunkt. Sie zeigen, dass selbst bei einer Krebsart, die lange als nahezu unbezwingbar galt, bedeutende Fortschritte möglich sind. Für Patienten bedeutet das vor allem eines: neue Hoffnung und die Aussicht auf weitere therapeutische Durchbrüche in den kommenden Jahren. (Adrian Böhm - O|N-Arzt) +++