Name von Ex-Bürgermeister

Einstimmige Entscheidung: Der Staudengarten im Stiftsbezirk wird umbenannt

Der Staudengarten im historischen Stiftsbezirk von Bad Hersfeld soll künftig den Namen von Hartmut Henning Boehmer tragen.
Grafik: O|N

29.05.2026 / BAD HERSFELD - Eine Entscheidung mit viel Symbolkraft hat die Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend getroffen: Der Staudengarten im historischen Stiftsbezirk soll künftig den Namen des langjährigen Bürgermeisters Hartmut Henning Boehmer (parteilos) tragen. Der Beschluss fiel einstimmig. Zusätzlich soll am Eingang des Gartens eine Erinnerungstafel an den Altbürgermeister angebracht werden.



Mit der Umbenennung würdigt die Stadt die jahrzehntelangen Verdienste Boehmers für Bad Hersfeld. Insgesamt mehr als 25 Jahre stand er an der Spitze der Kreisstadt - von 1978 bis 1989 sowie erneut von 1996 bis 2010. In seine Amtszeiten fallen zahlreiche Projekte, die das Stadtbild bis heute prägen. Dazu zählen unter anderem die Entwicklung des Schilde-Geländes zum heutigen Schilde-Park, die Sanierung des Kurparks, der Umbau des Bahnhofs, die Erweiterung der Fußgängerzone sowie die Ansiedlung großer Industriebetriebe.


"Suchet der Stadt Bestes"

SPD-Stadtverordneter Lothar Seitz erinnerte während der Sitzung an die Bedeutung des früheren Bürgermeisters für die Stadtgeschichte. "Wir möchten an den Altbürgermeister und sein Wirken erinnern", sagte Seitz. Hartmut Henning Boehmer sei "mehr als ein Vierteljahrhundert unser Bürgermeister" gewesen und habe Bad Hersfeld "geprägt wie kaum ein anderer".

Viele der von ihm angestoßenen Projekte seien aus dem heutigen Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Besonders hob Seitz dabei auch das persönliche Leitmotiv Boehmers hervor. "Suchet der Stadt Bestes: das war stets sein Leitspruch", erklärte der SPD-Politiker. In Anerkennung dieser Leistungen bat er die Stadtverordneten um Zustimmung zur Namensänderung des Gartens.

Der historische Staudengarten

Der Staudengarten selbst gehört zu den bekanntesten Orten im Stiftsbezirk. Direkt neben der romanischen Stiftsruine gelegen, bildet die Anlage einen zentralen Bereich rund um die Bad Hersfelder Festspiele. Bereits im 18. Jahrhundert befand sich dort ein barocker Lustgarten mit Pavillons und Springbrunnen. Im Jahr 2006 wurde der Garten umfassend modernisiert und neugestaltet. Heute prägen große Staudenbeete, breite Wege und die direkte Sichtachse zur Stiftsruine das Bild der Anlage.

Die Zustimmung der Stadtverordneten fiel schließlich ohne Gegenstimme aus. Künftig erinnert damit nicht nur eine Tafel, sondern auch der Name des Gartens dauerhaft an einen Bürgermeister, der die Entwicklung Bad Hersfelds über Jahrzehnte entscheidend mitgestaltet hat. (Constantin von Butler) +++

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