"Innovation in unserer Region":

Fast 500.000 Euro Förderung: Hochschule arbeitet an Zukunft der E-Logistik

Die Übergabe des Förderbescheides vor einem E-LKW der Zufall Logistikgruppe
Fotos: Felix Weigl

28.05.2026 / FULDA - Am Mittwochvormittag überreichte Wissenschaftsminister Timon Gremmels (SPD) der Hochschule Fulda einen Förderbescheid in Höhe von fast einer halben Million Euro. Dies geschah im Rahmen der LOEWE-Förderlinie 3 des Landes Hessen. Mit dieser fördert das Land herausragende wissenschaftliche Forschungs- und Entwicklungsprojekte zwischen Wissenschaft und Forschung.


Unter dem Namen "ZuBaTrans" präsentierte Prof. Dr. Boris Zimmermann von der Hochschule Fulda das Projekt "Zukunftskonzept Batterie und Ladeinfrastruktur zur Unterstützung der ökologischen Transformationen im Straßengüterverkehr", bei dem E-Lkws als Speicher zur Stabilisierung des öffentlichen Netzes genutzt werden können. Dies läuft über bidirektionales Laden, das heißt, das E-Fahrzeug kann nicht nur Strom aus dem Netz aufnehmen, sondern bei Bedarf auch wieder abgeben. Anhand von unzähligen Gigabyte an Daten, die aus bekannten Touren der Lkws entnommen wurden, kann so für Logistikunternehmen eine entsprechende Planung erstellt werden.

"Wir sind da sehr datenlastig", erklärt Prof. Dr. Boris Zimmermann im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. "Die Planung für Touren von E-Lkw kann verbessert werden. Außerdem soll das Energiemanagement in Logistikunternehmen optimiert werden. Da sehen wir ein Potenzial von 20 bis 30 Prozent."

"Transfer von der Wissenschaft in die Praxis"

Timon Gremmels, der den Förderbescheid überreichte, zeigt sich besonders begeistert von der Praxisnähe des Projekts. "Man sieht die Dinge, die in den Labors der Hochschulen erarbeitet wurden, nun in der Anwendung, in der Praxis, mit lokalenen Speditionen. Das sind Hands-on-Projekte, es ist messbar, es ist sichtbar, und das ist besonders schön", erzählt der hessische Wissenschaftsminister gegenüber O|N.

Die Hochschule Fulda arbeitete für das Projekt mit den regionalen Logistikunternehmen Zufall und Heurich zusammen. Bei der Firma Zufall sind schon seit einiger Zeit E-Lkw im Einsatz. Niederlassungsleiter Michael Hamperl über Herausforderungen, aber auch Chancen der E-Mobilität und des Projekts "ZuBaTrans": "Wir haben sehr positive Erfahrungen gemacht. Die Fahrzeuge sind bereits rund um die Uhr im Einsatz. Eine Investition, um die Logistik enkeltauglich zu machen." Steigende Rohstoffpreise sorgen weiter dafür, dass die E-Mobilität auch für Logistikunternehmen immer attraktiver wird – nicht zuletzt durch sinkende Betriebskosten und spürbare CO₂-Einsparungen im täglichen Fuhrparkbetrieb.

"Innovation im Landkreis"

Dass hier ganz viel Gutes zusammenkommt, begeistert auch Landtagsabgeordneten Sebastian Müller (CDU). "Ein Beispiel, wie Innovation in unserer Region entsteht. Gerade wenn Traditionsunternehmen wie Zufall und Heurich mitarbeiten, ist sichergestellt, dass es praxisorientierte Forschung ist. Die schafft Arbeitsplätze, davon profitiert die ganze Region."

Projekte wie "ZuBaTrans" stärken Fulda und die Region. Nicht nur als Hochschulstandort, sondern auch als attraktive Möglichkeit, mit regionalen Unternehmen in die Zukunft zu investieren. Besonders wenn für Innovationen Hochschulen, Land und Traditionsunternehmen zusammenarbeiten und so praxisnahe Lösungen für Herausforderungen von morgen entstehen. (fw) +++

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