Fruchtig, bunt und brandgefährlich
Süße Wolken, harte Folgen: Immer mehr Jugendliche tappen in die Vape-Falle
Symbolbilder: Pixabay
28.05.2026 / REGION -
Bunte Verpackungen, süße Geschmacksrichtungen und Videos in sozialen Netzwerken: Das sogenannte "Vapen" verbreitet sich unter Jugendlichen immer schneller. Besonders E-Zigaretten mit fruchtigen Aromen wie Wassermelone, Cola oder Minze gelten bei vielen jungen Menschen inzwischen als harmloser Trend. Doch Experten schlagen Alarm. Denn hinter dem vermeintlich coolen Lifestyle steckt ein hohes gesundheitliches Risiko - vor allem für Heranwachsende.
Passend dazu läuft auch in diesem Jahr wieder die bundesweite Aktion "Rauchfrei im Mai". Die Kampagne soll Menschen dabei unterstützen, mit dem Rauchen aufzuhören und bewusster auf ihre Gesundheit zu achten. Experten sehen solche Initiativen gerade bei Jugendlichen als wichtiges Signal. Denn viele junge Menschen unterschätzen die Risiken von Nikotin und E-Zigaretten noch immer. Ziel der Aktion ist es deshalb, frühzeitig über die gesundheitlichen Folgen aufzuklären und den Einstieg in den Konsum möglichst zu verhindern.
Fast jeder zehnte Jugendliche konsumiert regelmäßig
Aktuelle Zahlen der Drogenaffinitätsstudie 2025 zeigen, dass der Konsum von E-Zigaretten bei Jugendlichen deutlich gestiegen ist. Fast jeder zehnte Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren rauchte oder vapte im vergangenen Jahr regelmäßig. Besonders auffällig: Vor allem Mädchen greifen häufiger zu E-Zigaretten als noch vor wenigen Jahren. Experten sehen darin eine besorgniserregende Entwicklung.Jugendliche reagieren besonders empfindlich
Auch gesundheitlich ist das Risiko nicht zu unterschätzen. In vielen Liquids steckt Nikotin, das besonders schnell abhängig machen kann. Zudem entstehen beim Erhitzen der Flüssigkeiten teilweise gesundheitsschädliche Stoffe, die Atemwege, Herz und Kreislauf belasten können. Vor allem junge Menschen befinden sich körperlich noch in der Entwicklung - und reagieren daher empfindlicher auf solche Stoffe.Experten fordern deshalb strengere Regeln bei Werbung, Aromen und Verpackungen. Gleichzeitig müsse die Aufklärung an Schulen und in Familien weiter verstärkt werden. Denn viele Jugendliche erkennen erst spät, wie schnell aus einem vermeintlichen Trend eine ernsthafte Nikotinabhängigkeit werden kann. (Constantin von Butler) +++