Kita-Gruppen auf dem Frauenberg?
Diskussionen um 10,7 Millionen Euro: Infrastruktur-Pläne der Festspielstadt
Archivfoto: O|N / Christopher Göbel
26.05.2026 / BAD HERSFELD -
Bad Hersfelds neuer Haupt- und Finanzausschuss ist mit einer langen Tagesordnung und einer kontroversen Diskussion gestartet. Vor allem ein Thema sorgte bei der ersten Sitzung nach der Kommunalwahl für Gesprächsstoff: die geplante Verwendung von rund 10,7 Millionen Euro aus der Infrastrukturförderung. Eine endgültige Entscheidung darüber wurde zunächst vertagt.
Das neu zusammengesetzte Gremium traf sich erstmals im Bürgerhaus im Stadtteil Heenes. Unter Vorsitz von Stadtverordnetenvorsteher Lothar Seitz kamen die Mitglieder des fusionierten Haupt- und Finanzausschusses zusammen, der künftig auch Aufgaben des bisherigen Rechnungsprüfungsausschusses übernimmt. Zum Vorsitzenden wurde Karsten Vollmar (SPD) gewählt, sein Stellvertreter ist Werner Herbert (SPD).
Knapp 11 Millionen Euro in 22 Projekte
Neben mehreren einstimmigen Beschlüssen - etwa zur Reinigung städtischer Gebäude oder zum Verkauf eines Grundstücks in Kohlhausen - rückte besonders die Infrastrukturförderung in den Mittelpunkt der Debatte. Die Stadt Bad Hersfeld kann insgesamt rund 10,7 Millionen Euro abrufen. Dafür hatte die Verwaltung bereits eine Liste mit 22 Maßnahmen vorbereitet. Geplant sind Investitionen in Straßen, Kindertagesstätten und den Brandschutz.Entscheidung vertagt
Ganz ohne Diskussionen lief das Thema allerdings nicht ab. Aus den Reihen des Ausschusses wurde die Frage gestellt, nach welchen Kriterien die Projekte priorisiert worden seien. Kritisiert wurde unter anderem, dass eine ausgewogene Verteilung zwischen Kernstadt und Stadtteilen fehle. Die Bürgermeisterin betonte dagegen, dass die Reihenfolge der Maßnahmen nicht nach geografischen Gesichtspunkten festgelegt worden sei. Der Stand auf dem Wever-Areal
Auch abseits der Millionenförderung gab es einige Themen. So informierte Bürgermeisterin Hofmann darüber, dass das Digitalmischpult für die Bad Hersfelder Festspiele weiterhin jährlich angemietet werde, weil ein Kauf wirtschaftlich nicht sinnvoll sei. Zudem wurde über den aktuellen Stand auf dem Wever-Areal gesprochen, wo trotz des Einsturzes eines Gebäudeteils die Arbeiten weiterlaufen. (Constantin von Butler) +++