Neuer Kuhstall vorgestellt

630 Jahre Hof Engelsburg: So lebendig ist die Landwirtschaft in unserer Region

Hoffest Hof Engelsburg am Pfingstmontag
Fotos: Felix Weigl

26.05.2026 / NEUHOF - An Pfingstmontag drehte sich alles um die Landwirtschaft - ihre langjährige Tradition und ihre entscheidende Bedeutung für die Menschen. Und genau dieses Engagement verkörpert der Hof Engelsburg in Neuhof (Landkreis Fulda). Der Hof ist ein Ort, an dem man sofort spürt, dass Geschichte und Zukunft sich nicht widersprechen müssen. 630 Jahre Hof Engelsburg und 124 Jahre Familienbetrieb: ein Jubiläum, das klar macht, dass Landwirtschaft schon damals und auch heute noch einen essenziellen Stellenwert in der Gesellschaft hat.



Schon am frühen Tag lag ein besonderes Knistern in der Luft: Menschen strömten auf den Hof, Kinder liefen zwischen alten Mauern und neuem Stall umher, der Duft von frischem Essen mischte sich mit dem Klang von Gesprächen und Kuhglocken. 630 Jahre Hof Engelsburg – und gleichzeitig die Einweihung eines hochmodernen Milchviehstalls. Nach dem Gottesdienst begrüßte Familie Vogel die Gäste, bevor der Rundgang durch den neuen Stall beginnt. Ein Stall, der nicht nur technisch auf dem neuesten Stand ist, sondern auch ein Symbol für Aufbruch.

Landrat Bernd Woide hat es im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS auf den Punkt gebracht: "Ein stolzes Jubiläum - 630 Jahre Hof Engelsburg. Aber es ist nicht nur Tradition, sondern auch Innovation. Ein Familienbetrieb, der investiert und aus der Tradition heraus Neues wagt. Genau solche Betriebe brauchen wir, gerade in diesen Zeiten." Auch Staatssekretär Daniel Köfer, parlamentarischer Staatssekretär und osthessischer Bundestagsabgeordneter Michael Brand, Bürgermeister Heiko Stolz und Landtagsabgeordneter Sebastian Müller würdigten die Arbeit der Familie.

"Wir sind beeindruckt und dankbar für das große Interesse"

Für die Vogels ist dieser Tag ein emotionaler Meilenstein. Michael Vogel erklärte im O|N‑Interview: "Für uns ist das ein gelebtes, generationenübergreifendes Teamplaying. Die Hofübergabe an meinen Sohn Samuel war der Auslöser. Er wollte ins automatische Melken gehen - also haben wir den neuen Stall gebaut." Die Resonanz überwältigte die Familie: "Hof Engelsburg ist in der Region ein Begriff. Viele wollten sehen, wo wir herkommen und wohin wir gehen. Wir sind beeindruckt und dankbar für das große Interesse."

Doch das Fest zeigte nicht nur Tradition und Technik - sondern auch Haltung. "Wir sind stolz, dass wir regionale Landwirtschaft und regionale Lebensmittelproduktion ermöglichen können", sagte Vogel. "Unser Berufsstand muss raus, muss sich zeigen und erklären - dann wecken wir das Interesse der Menschen." Der neue Stall mit Außenanlage ist fertig, doch der Blick bleibt nach vorn gerichtet: "Wenn alles gesetzt hat, schauen wir im Team, wie wir weiter optimieren können. Wichtig ist, dass wir gesund bleiben und weiter anpacken können."

Während Marcel Heil für das Catering sorgte und Besucher durch den neuen Stall schlenderten, wurde schnell klar: Dieses Hoffest ist mehr als ein Jubiläum. Es ist ein Bekenntnis - zu regionaler Landwirtschaft, zu Familienbetrieben, zu Zukunft. Und zu einem Hof, der seit 630 Jahren zeigt, wie stark eine Region sein kann, wenn Menschen zusammenstehen. (mis) +++

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