"Besondere Ehre!"
Technik und Innovation im Fokus: Dubai zu Gast beim DRK Fulda
Fotos: DRK Fulda
20.05.2026 / FULDA -
Technik und Innovationen im Fokus: Der Besuch einer hochrangigen Delegation aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hat am Donnerstag eindrucksvoll gezeigt, welche internationale Strahlkraft die Leitmesse RETTmobil und der Standort Fulda besitzen.
Mishal Abdul Karim Julfar, geschäftsführender Direktor von Dubai Corporation Ambulance Services, war mit seinem Stab beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) Fulda, um sich neueste Rettungswagen-Technologien des Fahrzeugausbauers Ambulanz Mobile aus Schönebeck (Elbe), aber auch Innovationen der regionalen Hilfsorganisation näher anzuschauen.
Delegation aus Dubai zu Gast
Empfangen wurde der Rettungsdienst-Chef aus Dubai in der Fuldaer Rotkreuz-Zentrale in Neuenberg von Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Präsidentin des DRK Fulda, und dem Vorstandsvorsitzenden Christoph Schwab. Neben Rettungsdienstleiter Heinz Peter Salentin stellte vor allem Notarzt Adrian Böhm, Fachbereichsleiter Notfallmedizin beim DRK Fulda, den innovativen Fuhrpark und das medizinische Know-how auf Englisch vor. Die Führungsspitze des staatlich gestützten Rettungsdienstes aus Dubai war eigens nach Fulda gekommen, um den fachlichen Austausch mit den DRK-Führungskräften zu suchen und Einblicke in moderne Strukturen des deutschen Rettungsdienstes zu gewinnen.
"Dieser Besuch war eine besondere Ehre"
DRK-Präsidentin zum Besuch der Dubai-Delegation: "Besondere Ehre!" "Die Gäste aus dem Emirat zeigten sich beeindruckt von der Professionalität, der technischen Ausstattung und dem hohen Ausbildungsniveau der Fuldaer Rotkreuzler", fasste Schenck zu Schweinsberg den Termin zusammen und betonte: "Dieser Besuch war für unsere Hilfsorganisation eine besondere Ehre und er hat deutlich gezeigt: Wir sind innovativ und stehen dadurch auch international im Fokus."
Fachlicher Austausch zu Strukturen und Standards
Im Mittelpunkt der Gespräche standen unter anderem die Organisation des Rettungsdienstes, Finanzierungsmodelle, Ausbildungsstandards sowie medizinische Einsatzabläufe und Qualitätsmanagement in der präklinischen Versorgung. Besonders großes Interesse weckte dabei ein Projekt, das bundesweit zunehmend Aufmerksamkeit erfährt: das innovative präklinische POCUS-Projekt des DRK Fulda. POCUS — "Point of Care Ultrasound" — beschreibt den Einsatz mobiler Ultraschallgeräte direkt am Einsatzort und gilt als einer der bedeutendsten Entwicklungsschritte in der modernen Notfallmedizin.
Großes Interesse an präklinischem Ultraschall
Während Ultraschalldiagnostik im Rettungsdienst der Vereinigten Arabischen Emirate bislang kaum eine Rolle spielt, stieß das Konzept der Fuldaer Retter bei der Delegation aus Dubai auf außergewöhnlich großes Interesse. Die Möglichkeit, bereits präklinisch lebensbedrohliche Zustände wie die innere Blutung oder den Pneumothorax oder schwere Herz-Kreislauf-Probleme frühzeitig zu erkennen, wurde von den Gästen als wegweisend bezeichnet. Für den Notfallmediziner Adrian Böhm ist dabei klar: "Wir haben uns eng ausgetauscht und werden die Kontakte vom DRK Fulda in Richtung Dubai weiter ausbauen. Ein nächster Austausch auf fachlicher Ebene ist schon in Planung." (js/pm)+++