Weniger Staus, neue Herausforderungen

Dauerthema A49: Stadt drängt auf Lösung bei Ausweichverkehr und Lärmschutz

Blick von der Brücke am Meiserholzweg zur Anschlussstelle Homberg (Ohm)-Nord.
Foto: Haumann

19.05.2026 / HOMBERG (OHM) - Seit der Eröffnung der A49 hat sich gezeigt, dass die zunächst befürchtete Lärmbelastung im öffentlichen Empfinden bislang weniger stark ausgeprägt ist als ursprünglich prognostiziert. Deutlicher in den Fokus gerückt sind hingegen andere Auswirkungen: In den vergangenen Monaten kam es wiederholt zu zahlreichen Stauereignissen, die spürbare Ausweichverkehre durch die betroffenen Ortslagen zur Folge hatten.



Die Stadt Homberg hat sich frühzeitig und nachdrücklich bei den zuständigen Stellen – insbesondere mit Blick auf das Ohmtaldreieck – für Anpassungen bei Beschilderung und Verkehrsführung eingesetzt. Seit Anfang dieses Jahres ist die Unfallhäufigkeit in diesem Bereich deutlich zurückgegangen, die Staus haben sich spürbar reduziert, die Feuerwehr hatten den letzten Einsatz Anfang Februar. Jüngere Stauereignisse waren auf andere Ursachen zurückzuführen, etwa Brückenarbeiten im Bereich Burg-Gemünden.

Ausweichverkehr durch Wohngebiete im Blick

Aktuell stellt die Stadt fest, dass Navigationssysteme bei starken Belastungen des Kreisverkehrs Fahrzeugkolonnen durch Wohngebiete – insbesondere "In der Michelbach" – leiten. Dieses Problem greifen wir aktiv auf. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden arbeitet die Stadt an geeigneten Maßnahmen, um derartige Ausweichverkehre an ungeeigneten Stellen wirksam einzudämmen.

Parallel rückt die Lärmthematik an manchen Stellen wieder stärker in den Fokus. Bürgerhinweise belegen, dass die Belastung vor Ort deutlich wahrgenommen wird. Die Stadt Homberg nimmt diese Rückmeldungen sehr ernst. Wir fordern die zuständigen Stellen auf, an diesen Stellen belastbare Lärmemissionsmessungen durchzuführen und auf dieser Grundlage zu prüfen, ob zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen erforderlich sind. Bereits jetzt stehen wir im engen Austausch mit Anrainerkommunen entlang der A49, die ähnliche Hinweise gemeldet haben. Unser Ziel ist es, zügig zu belastbaren Ergebnissen zu kommen und – sofern geboten – wirksame Maßnahmen umzusetzen.

Bürgermeisterin Ried: "Neue Belastungen dürfen wir nicht hinnehmen"

Zitat Bürgermeisterin Ried: "Wir sehen, dass sich die Lage an der A49 dynamisch entwickelt: Die Zahl der Staus konnte dank gezielter Eingriffe spürbar reduziert werden. Gleichzeitig dürfen wir die neuen Belastungen für unsere Wohngebiete und die Lärmsituation an manchen Stellen nicht hinnehmen. Wir setzen uns mit Nachdruck dafür ein, dass Navigationsausweichverkehre unterbunden, verkehrliche Steuerungen verbessert und die Lärmbelastung verlässlich gemessen sowie bei Bedarf mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen gemindert wird." (lu/pm) +++

Bürgermeisterin von Homberg, Simke Ried.
Archivfoto: O|N / Henrik Schmitt

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