Stark durchs Schuljahr

Präventionstag an der Max-Eyth-Schule stärkt Selbstwert und digitale Sicherheit

U. Würzberg, Y. Schade, P. Weißmüller, E. Döring, POK Schmorenz, PHKin Abersfelder, PHK Linker, PKin und Polizei-Influenzerin Selina J. Jäger, KHKin Decher, I. Storkebaum
Fotos: Stephanie Ebert

19.05.2026 / ALSFELD - Ende Januar veranstaltete die Max‑Eyth‑Schule in Alsfeld (Vogelsbergkreis) einen Präventionstag zu Resilienz und psychischer Gesundheit, der dank Fördermitteln der Hessischen Europaschulen möglich wurde und bei dem statt klassischem Unterricht Themen wie Selbstwert, positive Psychologie, Internetsicherheit, Hate Speech sowie Erste Hilfe bei Alkohol- und Drogenkonsum im Mittelpunkt standen.



Organisiert durch den Wendepunkt, die schulische Beratungsstelle an der Max-Eyth-Schule, erhielten rund 160 Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulformen die Möglichkeit, sich mit einer Vielzahl an Themen, die alle direkte Einflüsse auf das eigene Wohlbefinden haben, in Form von Workshops und Vorträgen auseinanderzusetzen. Nach einem Eingangsvortrag von Elisabeth Döring und Marie Hergert von der Fachstelle für Suchtprävention über die Wichtigkeit der eigenen seelischen Gesundheit, den eigenen Selbstwert, die sieben Säulen der Resilienz und deren Bezug zur Realität der heutigen Schülerinnen und Schüler gingen die Klassen in die Workshops.

In diesen Angeboten lernten die Teilnehmenden nicht nur etwas über die Bedeutung der eigenen Stärken und positive Psychologie, sondern konnten sich auch mit Themen wie sexueller Gewalt im Internet, Cybermobbing, Alkohol und Drogen im Straßenverkehr auseinandersetzen.

Ein sehr erfolgreicher Tag

Die Verbraucherzentrale informierte über Fakeshops und Abofallen. Die Polizei war mit dem Präventionsprogramm "Digital Native" vertreten, in dem sie über den verantwortungsbewussten Umgang mit sozialen Medien sowie strafrechtliche Konsequenzen referierte. Im Workshop von Peter Weißmüller vom Mauszentrum bestand die Möglichkeit, über Sexting und Cybergrooming aus der Perspektive der Betroffenen zu sprechen. Das DRK informierte über angemessenes Verhalten in Krisensituationen und über Erste-Hilfe-Maßnahmen, einschließlich Wiederbelebung. Notfallsanitäter Julian Jäger wies insbesondere auf die Wichtigkeit der Ersthelfer hin und merkte an, dass in anderen Ländern bereits ab der Grundschule diese Inhalte vermittelt und in jedem Schuljahr wiederholt werden.

Im Foyer bestand den ganzen Vormittag über die Möglichkeit, sich am Stand der Fachstelle für Suchtprävention mit dem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen, miteinander ins Gespräch zu kommen und Interessantes über verschiedene Substanzen und potenzielle Streckungsmittel zu lernen. Großen Zuspruch hatte auch der Stand der Ausbildungsberatung der Polizei im Foyer: "Wir konnten viele gute Gespräche führen", erklärte die Ausbildungsberaterin PHKin Abersfelder.

Die Polizei bot nach dem Workshop über Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, E-Scooter, Tuning und Handy am Steuer die Möglichkeit, mit einer Rauschbrille eine "Alkoholfahrt" auf einem Bobby Car zu simulieren. "Krass! Ich sehe ja alles doppelt!" rief eine Schülerin, als sie versuchte, die Verkehrshütchen zu umfahren. Insgesamt war das aus Sicht des Wendepunkts ein sehr erfolgreicher Tag, von dem die Teilnehmenden hoffentlich viel für sich selbst mitnehmen, sodass sie gut gerüstet und gestärkt in das zweite Schulhalbjahr starten können. (pm/mis) +++

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