"Würzburg, wir sagen Danke!"
Über 70.000 Menschen besuchen den 104. Deutschen Katholikentag
© Markus Hauck (POW)
17.05.2026 / WÜRZBURG -
"Es war der größte Katholikentag seit 2018. Das Leitwort "Hab Mut, steh auf!" hat offenbar den Nerv getroffen. Ein Katholikentag des Engagements und des Zusammenhalts geht heute zu Ende, der mir auch ganz persönlich Mut macht", hat die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Dr. Irme Stetter-Karp, am Sonntag, 17. Mai, zum Abschluss des Glaubensfestes in Würzburg gesagt.
Bischof Dr. Heiner Wilmer, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, sagte: "Würzburg hat gezeigt: Wir sind gemeinsam unterwegs, jeder und jede mit seinem Charisma. Die Brücken über den Main sind sinnbildlich für unseren kirchlichen Weg zu verstehen. Wir müssen Brücken bauen, um andere zu erreichen. Deshalb ist es gut, dass dieser Katholikentag starke politische Statements gesetzt und ein unmissverständliches Bekenntnis zur Demokratie abgelegt hat. Wir als Kirche werden auch weiterhin unsere auf einer christlichen Wertebasis errungene Freiheit und Demokratie schützen, gegen alle Parolen, die uns anderes verheißen wollen. Hab Mut, steh auf! Das ist ein Ansporn für jeden von uns, auch für mich. Von Würzburg gehe ich mit Zuversicht und Gottvertrauen in die Zukunft. Und ich freue mich, dass wir in unserem kirchlichen Leben weitere Brücken zum nächsten Katholikentag nach Paderborn schlagen werden."
"Rund 34.000 Menschen" hätten ein Ticket zum Katholikentag erworben, sagte dessen Geschäftsführer Roland Vilsmaier. "Darüber hinaus waren 40.000 bei Veranstaltungen ohne Ticketbindung sowie auf der Kirchenmeile unterwegs." Vilsmaier lobte die große Bereitschaft der Würzburger und des Umlands, Gäste bei sich aufzunehmen. "Fast 700 Gastgeberinnen und Gastgeber haben wir gefunden, die 2500 Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt haben. Würzburg, wir sagen Danke!"
"Unser Leitwort war der Protagonist unseres Katholikentags", fasste ZdK-Generalsekretär Marc Frings zusammen. "Es wurde wieder und wieder aufgegriffen – auf unseren Podien, in den Workshops, bei Gesprächen auf der Kirchenmeile, bei den vielen spirituellen Angeboten." Es sei "ein breit aufgestellter Katholikentag" gewesen. "Wir haben säkularen Wertepartnern Bühnen und Plätze auf der Kirchenmeile gegeben. Wir haben auch jenen eine Mitwirkung geboten, mit denen wir binnenkirchlich möglicherweise wenig Überschneidungen haben. Das macht uns nicht beliebig, sondern gesprächsoffen."
Frings nannte drei persönliche Highlights aus dem Kulturprogramm, das in Würzburg einen prominenten Platz einnahm: "Susanne Wagners Installation "Schmerzpunkt", das Gewinner-Projekt unseres Künstlerwettbewerbs zum Umgang mit Missbrauch und Vertuschung. Die Performance von Emanuella Amichai, Mohammad Kundos und Bernhard Stengele zum Nahostkonflikt. Und ein 120 Quadratmeter großes Wandgemälde, das ,innerfields" aus Berlin realisiert hat. "Unser großes Bild der Zukunft" ist sein Titel. Mein persönliches Bild der nahen Zukunft ist ein zuversichtliches. Meine Stimme ist fast weg und mein Herz ist ziemlich voll. Danke!" (pm/ci)+++