Drei Jahre, drei Säulen
Vernetzt, praxisnah, passgenau: Neue OloV‑Strategie für den Vogelsbergkreis
Foto: Jennifer Sippel / Vogelsbergkreis
16.05.2026 / REGION VB -
Viele junge Menschen befinden sich im Übergang von der Schule in den Beruf und benötigen Orientierung sowie gezielte Unterstützung. Genau das bietet die regionale OloV-Koordinierungsstelle für den Vogelsbergkreis. OloV steht für "Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule – Beruf" und beschreibt eine landesweite Strategie, um Jugendlichen den Einstieg in ihre berufliche Zukunft ohne unnötige Umwege, Abbrüche und Warteschleifen zu ermöglichen. In diesem Rahmen kooperieren unterschiedliche Institutionen, die den Übergang Schule–Beruf gestalten.
Die OloV-Koordinierungsstelle hat nun eine Entwicklungsstrategie für die Jahre 2026 bis 2028 erarbeitet, die von allen 18 Mitgliedern der Steuerungsgruppe aus den Kompetenzbereichen Schule, Vermittlung und Wirtschaft unterzeichnet wurde. "Diese Strategie ist wichtig, damit wir den jungen Menschen den Weg ins Berufsleben ebnen können", betont Landrat Dr. Jens Mischak.
"Die Stärke von OloV liegt in der Vernetzung"
"In einer Arbeitswelt, die sich rasant verändert, brauchen wir klare Strukturen, verlässliche Ansprechpartner und Praxisbezug von Anfang an." Die Kooperation sei mehr als Verwaltung: "Angesichts des demografischen Wandels können wir es uns nicht leisten, Talente in Warteschleifen oder durch unnötige Ausbildungsabbrüche zu verlieren. Jeder junge Mensch, der hier in der Region seine Berufung findet, ist ein Gewinn für die lokale Wirtschaft und den Vogelsbergkreis." OloV-Regionalkoordinator Harald Finke ergänzt: "Die Stärke von OloV liegt in der Vernetzung. Wir holen Akteure an einen Tisch, die sonst oft aneinander vorbeiarbeiten würden. Wir nehmen Ideen auf und unterstützen uns gegenseitig."Die drei Säulen der Strategie: Praxisnah, vernetzt und passgenau
Für eine solide Nachwuchsplanung von Fachkräften konzentriert sich die Steuerungsgruppe in den kommenden drei Jahren auf drei Kernbereiche:1. Berufsorientierung mit echten Einblicken:
2. Akquise von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen:
3. Beratung, Matching und Vermittlung:
Durch eine gezielte Förderung soll erreicht werden, dass die Profile der Jugendlichen und die Anforderungen der Unternehmen optimal zusammenpassen. "Matching bedeutet für uns, dass wir die Talente dort abholen, wo sie stehen", erklärt Dr. Mischak.
"Wir haben wieder ein stabiles Fundament für die kommenden drei Jahre", bilanziert Landrat Dr. Mischak. Das Ziel ist klar definiert: Den Vogelsbergkreis als attraktiven Lebens- und Arbeitsraum zu stärken, "indem wir den Fachkräften von morgen schon heute eine Hand reichen." (js/pm)+++