Pilotprojekt in Hessen

3.300 Plaketten und hunderte Tafeln für neues Radwegenetz im Landkreis

Im Landkreis Fulda entsteht derzeit ein neues Knotenpunktsystem für den Radverkehr.
Foto: Landkreis Fulda

14.05.2026 / FULDA - Wer künftig mit dem Fahrrad durch den Landkreis Fulda unterwegs ist, soll seine Tour deutlich einfacher planen können. Mit einem neuen Knotenpunktsystem entsteht derzeit ein modernes Orientierungssystem für den Radverkehr, das bereits aus den Niederlanden, Belgien und anderen touristischen Regionen bekannt ist. Ziel ist das sogenannte "Radeln nach Zahlen", das nun auch im Landkreis Fulda möglich werden soll.



Bereits im Jahr 2023 war im Rahmen des Radverkehrskonzepts ein umfangreiches Beschilderungskonzept im Kreisgebiet umgesetzt worden. Auf einer Länge von 1.840 Kilometern wurden mehr als 2.000 neue Pfosten sowie insgesamt 13.275 Schilder angebracht, um das Radfahren im Landkreis attraktiver zu gestalten.

Darauf aufbauend wird derzeit als Pilotprojekt in Hessen ein 1.200 Kilometer langes Knotenpunktsystem im Landkreis Fulda etabliert und installiert.

Flexible Tourenplanung ohne Ortskenntnis

Das Knotenpunktsystem ermöglicht eine flexible und unkomplizierte Planung von Fahrradtouren – auch ohne genaue Ortskenntnis. Jeder Knotenpunkt ist mit einer Zahl versehen, die oberhalb der Wegweiser als sogenannter "Knotenpunkthut" angebracht ist.

Zusätzlich finden Radfahrerinnen und Radfahrer an jedem der insgesamt 260 Punkte eine Informationstafel mit Übersichtskarten. Diese zeigen entweder das gesamte Radwegenetz oder die nähere Umgebung.

Für die Tourenplanung müssen lediglich die gewünschten Zahlen in der passenden Reihenfolge notiert werden. Kleine Plaketten unterhalb der Wegweiser geben anschließend die Richtung zur jeweils nächsten Zahl an.

Montagearbeiten laufen weiter

Die Montage der rund 3.300 Plaketten unter den Wegweisern sowie der 260 Knotenpunkthüte auf den Pfosten ist inzwischen nahezu abgeschlossen. Bis zum Frühherbst sollen zusätzlich noch etwa 60 großformatige sowie rund 200 kleinere Orientierungstafeln installiert werden. "Vor der durchführenden Firma liegt aktuell noch viel Arbeit. Für die großen Tafeln müssen zwei Fundamente gegossen werden, um die Tafel sicher anzubringen. Allein diese Arbeiten werden mehr als vier Wochen dauern", erläutert Christian Hillenbrand, Nahmobilitätskoordinator beim Landkreis Fulda.

Der Landkreis Fulda bittet zudem um Verständnis, falls es während der Montagearbeiten zu Behinderungen im Straßenverkehr kommt. Das Projekt wird gemeinsam mit den Städten und Gemeinden umgesetzt und vom Land Hessen finanziell gefördert. (pm/cb) +++

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