Neue Impulse für den Umweltschutz

Starke soziale Bilanz: Bürgerstiftung Antonius mit erstem Nachhaltigkeitsbericht

Kleinbusse im Fuhrpark Antonius
Foto: Antonius

14.05.2026 / FULDA - Immer in Bewegung: Die Bürgerstiftung "Antonius : gemeinsam Mensch" in Fulda ist ein agiles Netzwerk, das sich stetig weiterentwickelt. Doch welche konkrete Wirkung erzielt die Arbeit für die Menschen in der Region? Und wie krisenfest ist die Stiftung gegenüber äußeren Einflüssen? Um dies transparent zu machen, legt antonius erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht vor. Die umfassende Bestandsaufnahme zeigt, wie die Stiftung soziale Teilhabe und ökologisches Wirtschaften verknüpft – und wo sie für die Zukunft noch gezielte Akzente setzen will.



Mit seinem ersten Nachhaltigkeitsbericht zieht "Antonius : gemeinsam Mensch" eine umfassende Zwischenbilanz und richtet dabei den Blick bewusst in zwei Richtungen: Welche Wirkung hat die eigene Arbeit auf Gesellschaft und Umwelt? Und umgekehrt: Welche Entwicklungen wirken auf antonius? Diese doppelte Perspektive bildet die Grundlage des nun vorliegenden Berichts.

Die Ergebnisse sind deutlich: Im sozialen Bereich entfaltet antonius eine starke, überwiegend positive Wirkung – insbesondere als Möglichmacher von Teilhabe in der Gesellschaft. Gleichzeitig werden bei Umwelt- und Klimathemen auch "Baustellen" sichtbar, etwa bei der Energieversorgung und im Fuhrpark. Es zeigt sich, dass externe Entwicklungen wie der Klimawandel oder der Fachkräftemangel zunehmend Einfluss auf die Arbeit der Bürgerstiftung nehmen.

Verantwortung übernehmen für Mensch und Umwelt

"Nachhaltig handeln heißt für uns vor allem: Verantwortung übernehmen. Verantwortung für Menschen. Für unsere Umwelt. Und für die Zukunft", sagt Silke Gabrowitsch aus der Geschäftsleitung von Antonius. Gerade im sozialen Bereich wird dieser Anspruch bereits heute gut erfüllt. Der Bericht macht deutlich, wie stark antonius das gesellschaftliche Miteinander prägt – ganz konkret im Alltag. Inklusion ist hier kein abstraktes Konzept, sondern wird im täglichen Zusammenleben, Arbeiten und Lernen von Menschen mit und ohne Behinderung gelebt.

"Unsere Arbeit entfaltet ihre Wirkung oft nicht in Kennzahlen, sondern im Alltag der Menschen", beschreibt Geschäftsführerin Silke Gabrowitsch eine der zentralen Herausforderungen, gelebte Nachhaltigkeit in klassische Berichtsstrukturen zu übertragen. Begegnungen, die Berührungsängste abbauen, und Strukturen, die Teilhabe ermöglichen, stehen im Mittelpunkt. Der sogenannte "Fuldaer Weg" beschreibt dabei einen Ansatz, der über klassische Inklusion hinausgeht und auf ein langfristig selbstverständliches Miteinander abzielt – ursprünglich für den Bereich Arbeit entwickelt, inzwischen aber zunehmend auf alle Lebensbereiche ausgeweitet.

Der Bericht benennt zugleich Verbesserungspotenziale – und zeigt erste Schritte: Antonius baut Photovoltaik auf den Gebäuden aus, entwickelt das Energiemanagement und die Abfalltrennung weiter und stellt den Fuhrpark schrittweise auf mehr Elektromobilität um. Noch sind dies einzelne Maßnahmen, doch sie weisen klar die Richtung.

Anerkennung für die Mitarbeitenden

Deutlich wird auch: Nachhaltigkeit ist bei antonius kein isoliertes Projekt, sondern Teil des gesamten Handelns und im eigenen Leitbild verankert – bislang mit einem klaren Schwerpunkt auf sozialen Themen, zugleich aber getragen von nachhaltigem Wirtschaften in unterschiedlichen Bereichen. "Dies alles im Detail zu sammeln und in einem Nachhaltigkeitsbericht auszuwerten, ist auch eine Anerkennung der zukunftsgewandten Arbeit unserer Mitarbeitenden", sagt Gabrowitsch. Zugleich darf dies Ansporn sein, künftig noch nachhaltiger zu handeln.

Der nun veröffentlichte Bericht, bei dem antonius von den Nachhaltigkeitsexperten des Beratungsunternehmens "plant values" sowie dem Fachjournalisten Daniel Krenzer unterstützt wurde, versteht sich als Ausgangspunkt. Er zeigt, wo Antonius heute steht und welche Themen für die Zukunft relevant sind. "Unsere Arbeit wirkt auf Gesellschaft und Umwelt – und die Entwicklungen in Gesellschaft und Umwelt wirken wiederum auf uns ein", erklärt Gabrowitsch. Beides will Antonius noch stärker zusammendenken, um Chancen frühzeitig zu erkennen, Risiken zu minimieren und die eigenen positiven Wirkungen noch stärker zu entfalten. (mis/pm) +++

X