Auf dem Frauenberg

"Gemeinsam bunt": Hoch-oben-Gottesdienst setzt Zeichen gegen Ausgrenzung

Der Hoch-oben-Gottesdienst auf dem Frauenberg stand ganz im Zeichen der Vielfalt.
Fotos: Ralph Leupolt / antonius

13.05.2026 / FULDA - Eigentlich sollte der Hoch-oben-Gottesdienst unter freiem Himmel im Klostergarten stattfinden – doch das Wetter machte den Plänen kurzfristig einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen wurde die Klosterkirche auf dem Frauenberg am Dienstagabend zum Treffpunkt für einen besonderen Gottesdienst, bei dem Vielfalt, Gemeinschaft und Zusammenhalt im Mittelpunkt standen.



Gestaltet wurde der Gottesdienst von Bischof Michael Gerber gemeinsam mit der Antonius von Padua Schule, der Freiherr-vom-Stein-Schule und der Herm. Hohmann GmbH Baudekoration.

Bereits mit dem Eröffnungslied "Gemeinsam bunt" setzten der Chor der Antonius von Padua Schule sowie Chor und Band der Freiherr-vom-Stein-Schule das Thema des Abends in den Fokus. Im weiteren Verlauf wurde die Botschaft durch die Erzählung vom Streit der Farben verdeutlicht. Vor langer Zeit hätten die Farben begonnen zu streiten, weil jede von ihnen behauptete, die beste, wichtigste und nützlichste zu sein. Erst der Regen habe den Streit mit den Worten beendet: "Wisst ihr denn nicht, dass Gott euch bewusst einzigartig und verschieden gemacht hat?" Für einen Regenbogen brauche es schließlich alle Farben zusammen.

Vielfalt als Stärke im Alltag

Die Botschaft lasse sich auch auf den Alltag übertragen: Jeder Mensch habe unterschiedliche Talente, Wünsche und Geschichten. Erst gemeinsam entstehe daraus eine bunte und lebendige Gemeinschaft. Gerade in Schulen, wo Leistungsdruck und Ausgrenzung echte Herausforderungen sein können, sei es wichtig, dafür zu sorgen, dass jedes Kind in seiner eigenen Farbe leuchten dürfe.

In der Antonius von Padua Schule dürfe sich jedes Kind individuell entwickeln und lernen. Die staatlich anerkannte inklusive Grundschule und Förderschule mit den Schwerpunkten "Lernen" und "geistige Entwicklung" ermögliche dies unter anderem durch klassenübergreifenden Unterricht. Dort, wo Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam lernen, verliere das Anders-Sein seine Besonderheit.

Gemeinsamer Ausklang nach dem Gottesdienst

Das Schlusswort sprach Johannes Hohmann, Geschäftsführer der Herm. Hohmann GmbH Baudekoration. Er bedankte sich bei allen Beteiligten, die zum gelungenen Gottesdienst beigetragen hatten – von den Schulkindern bis zu den Ehrenamtlichen im Hintergrund.

Anschließend ließen die Besucherinnen und Besucher den Abend bei einem gemeinsamen Imbiss und Getränken ausklingen. (pm/Constantin von Butler) +++

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