Hessen als Impulsgeber
Debatte um Sorgerecht: "Gewalt zwischen Ehepartnern muss Folgen haben"
Symbolbild: Pixabay
13.05.2026 / REGION -
Gewalt zwischen Ehepartnern hat massive Auswirkungen - nicht nur auf die Beziehung der Eheleute untereinander, sondern vor allem auch auf die Psyche und Entwicklung der Kinder. Aus diesem Grund begrüßt Hessens Justizminister Christian Heinz (CDU) den Gesetzesentwurf der Bundesregierung, der Konsequenzen im Sorge- und Umgangsrecht vorsieht, wenn von einem Elternteil Gewalt auf das andere ausgeübt wird. "Gewalt zwischen Ehepartnern muss Folgen haben, auch im Sorge- und Umgangsrecht", betonte der Justizminister.
In den vergangenen Jahren erreichten die Fallzahlen hinsichtlich häuslicher Gewalt immer wieder einen neuen Höchststand. Das zeigten zuletzt die Zahlen des Bundeskriminalamts. Meistens handelt es sich hierbei um Körperverletzung oder Bedrohung. In über 70 Prozent der Fälle sind Frauen die Opfer von Partnerschaftsgewalt.
Hessen forderte Regelungen schon im vergangenen Jahr
Heinz sieht Hessen mit dem Engagement im vergangenen Jahr als Impulsgeber. "Ich freue mich sehr, dass die Bundesregierung diesem Anliegen nun bei der Reform des Kindschaftsrechts nachgekommen ist. Darüber hinaus wird es bald eine Definition von häuslicher Gewalt nach der Istanbul-Konvention geben, auch das hatten wir in der Initiative gefordert", erklärte Heinz
Besserer Schutz vor häuslicher Gewalt bei familiengerichtlichen Verfahren
"Der Rechtsstaat muss alle potenziellen Opfer von häuslicher Gewalt wirksam schützen. Deshalb müssen wir die Opfer und deren Kinder, die in einem gewaltgeprägten Umfeld aufwachsen müssen, gleichermaßen und viel stärker in den Blick nehmen", betonte der Justizminister.