Kreisligaspiel eskaliert
Spieler erleidet nach Attacke Gehirnerschütterung: Jetzt reagiert der Verein
Symbolfoto: pixabay
13.05.2026 / SCHLÜCHTERN -
Wieder einmal kam es während eines Fußballspiels zu einer körperlichen Auseinandersetzung - diesmal in der Kreisliga B Süd, am Sportplatz in der Hanauer Straße. Nach bisherigen Erkenntnissen des Polizeipräsidiums Südosthessen soll ein 34-jähriger Spieler der Gastmannschaft am Freitag in Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) gegen Ende der Partie rassistische Äußerungen gegenüber einem Spieler der Heimmannschaft getätigt haben. Kurz darauf soll er den 19-Jährigen gegen den Kopf geschlagen haben.
Ende März eskalierte eine Kreisliga-B-Partie zwischen dem GFC Dynamo Hünfeld und TuSpo Bad Salzschlirf. OSTHESSEN|NEWS liegt die Information vor, dass es sich nun um das Spiel zwischen SG Schlüchtern II und SG Schweben II / Magdlos I handelte.
Auch nach dem Abpfiff soll die Situation weiter eskaliert sein: Der Ältere habe den jüngeren Spieler zu Boden gestoßen. Der 19‑Jährige erlitt laut Polizei eine Gehirnerschütterung sowie eine Fraktur an der Hand.
Rene Leipold, Vorsitzender der SG Schlüchtern, betont die Werte des Vereins: "Unser Mehrspartenverein steht für Vielfalt, Respekt und Fairplay. Hiermit setzten wir ein klares Zeichen gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung. Diese Werte bilden das Fundament für ein Miteinander im Sport, auch im Wettkampf. Beleidigungen und Gewalt jeglicher Art werden bei uns nicht toleriert." Aufgrund der Ermittlungen der Polizeidienststelle werde sich der Verein aber vorerst ebenfalls nicht offiziell äußern. "Mit unserem Spieler stehen wir im Austausch und werden ihn, wo wir es können, unterstützen", so der Vorsitzende der SG.
Die Polizeistation Schlüchtern hat Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise von weiteren Zeugen. Diese können sich unter der Rufnummer 06661 9610‑0 melden.
O|N bleibt an dem Thema dran. (mis/no/pm) +++