Schon jetzt großer Andrang

An Muttertag eröffnet: Hebammenpraxis "Wunderwerk" schafft Raum für Familien

Passend zum Muttertag am Sonntag haben vier Hebammen aus der Region ihre neue Praxis "Wunderwerk" in Petersberg (Landkreis Fulda) eröffnet.
Fotos: Maurice Schumacher

11.05.2026 / PETERSBERG - Es hätte kaum ein passenderes Datum geben können: An diesem Muttertag haben vier Hebammen aus der Region ihre neue Praxis "Wunderwerk" in Petersberg (Landkreis Fulda) eröffnet - ein Ort, der künftig Familien begleiten, stärken und durch besondere Lebensphasen tragen soll. Die Stimmung war herzlich, die Räume liebevoll vorbereitet, und die vielen Gäste machten deutlich, wie groß die Unterstützung für das Projekt ist.



"Wir eröffnen heute unsere Hebammenpraxis Wunderwerk, die eigentlich erst in den letzten vier Monaten entstanden ist. Wir vier kennen uns alle schon einige Jahre und haben überlegt, wie wir zusammenkommen können. Unser Bauchgefühl hat sich schnell für 'Ja' entschieden", erklärte Hebamme Johanna Kalmbach im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Bereits vor einigen Tagen hat O|N über die vier Hebammen Angela Sauer (29), Johanna Kalmbach (41), Lorena D'Amato (29) und Isabell Hoffmann (35) berichtet. Mit den Worten von Sauer "Gläser hoch - Willkommen im Wunderwerk" ist die neue Praxis von nun an geöffnet.

Unter den politischen Gästen waren unter anderem Hartwig Blum, erster Beigeordneter der Gemeinde Petersberg, der die Bürgermeisterin Claudia Brandes vertrat, Timo Zentgraf, Bürgermeister von Künzell, Florian Wehner 1. Beigeordneter der Gemeinde Hofbieber und Heiko Stolz, Bürgermeister von Neuhof. Später erschienen auch die Bürgermeisterin von Poppenhausen, Alexandra Ballweg, und der erste Kreisbeigeordnete Frederik Schmitt. Sie alle waren gekommen, um den vier Gründerinnen zu gratulieren.

Symbolisches Durchtrennen der Nabelschnur

Schon beim Betreten der frisch renovierten Räume wurde klar, wie viel Herzblut in den vergangenen Monaten geflossen ist. "Wir stehen heute endlich hier, um das Wunderwerk zu eröffnen", sagte Lorena D’Amato aus Neuhof - ein wenig aufgeregt, aber sichtlich stolz. Ihre Kollegin Johanna Kalmbach aus Poppenhausen erzählte, wie aus ersten Begegnungen Vertrauen wurde, aus Gesprächen Ideen und schließlich eine gemeinsame Vision. "Ein gutes Bauchgefühl hat uns immer begleitet", sagte sie. Dieses Bauchgefühl möchten sie nun auch den Frauen mitgeben, die sie künftig begleiten.

Isabell Hoffmann aus Fulda‑Niesig sprach über das Leitmotiv der Praxis: geborgen wachsen, frei entfalten. Genau das solle hier möglich sein - ein Ankommen ohne Erwartungen, ein Raum, in dem Familien wachsen dürfen. Angela Sauer aus Petersberg nutzte den Moment, um sich bei den Familien, den Kindern, der Vermieterin, den Handwerkern und den Kooperationspartnerinnen zu bedanken. Schließlich wurde das symbolische rote Band an der Tür getrennt - für die Hebammen eine Erinnerung an das Durchtrennen einer Nabelschnur.

"Wir möchten Familien mehrere Jahre lang begleiten"

Gegenüber O|N erklärte Kalmbach, dass sie schon jetzt mit vollausgebuchten Kursen starten. "Wir haben viele Schwangere, die sich bereits gemeldet haben", sagte sie. Doch das Angebot geht bewusst weiter: Die Hebammen wollen Frauen schon begleiten, bevor eine Schwangerschaft beginnt, und haben dafür Kooperationen aufgebaut - etwa mit einer Heilpraktikerin. Während der Schwangerschaft übernehmen sie Kurse, Vorsorge und Begleitung, danach folgen Entspannungs‑, Sport‑ und Eltern‑Kind‑Angebote. "Wir möchten Familien mehrere Jahre lang begleiten", wünschen sie sich.

Auch die politischen Vertreter betonten die Bedeutung der neuen Praxis. Blum sagte, die Gemeinde freue sich über jedes Angebot, das die gesundheitliche Versorgung stärke. Künzells Bürgermeister Zentgraf hob hervor, wie schwierig es für Schwangere geworden sei, Vor‑ und Nachsorge zu finden. "Es ist großartig, dass sich hier vier Hebammen zusammenschließen und ein so kompetentes Angebot schaffen."

Am Ende blieb der Eindruck eines Tages, der nicht nur eine Praxis eröffnete, sondern auch ein Versprechen gab: Familien einen Ort zu schenken, an dem sie sich sicher fühlen dürfen. Dass dieser Start ausgerechnet am Muttertag stattfand, wirkte wie ein stilles Symbol - für Neubeginn, Fürsorge und die Kraft gemeinsamer Wege. (Mia Schmitt) +++

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