Sieben Männer und eine Frau angeklagt

Prozessauftakt: Bandenmäßiger Betäubungsmittelhandel im großen Stil

Mit Koks, Amphetaminen und Ecstasy sollen die acht Angeklagten gehandelt haben
Symbolbilder: pixabay

12.05.2026 / HANAU - Vor der 5. Großen Strafkammer am Hanauer Landgericht beginnt am Montag ein Prozess gegen acht Angeklagte wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in großem Stil. Die Staatsanwaltschaft wirft den insgesamt acht zwischen 25 und 65 Jahre alten Männern und einer Frau vor, in der Zeit von September 2024 bis Mai 2025 in Nidderau und anderen Orten unerlaubt und teilweise als Mitglieder einer Bande mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge Handel getrieben zu haben, solche Betäubungsmittel unerlaubt besessen und/oder Beihilfe zum BtM-Handeltreiben geleistet zu haben.



Bei den Angeklagten, die vor dem Hanauer Landgericht stehen, handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um sieben Männer und eine Frau, die in den Jahren 1961 bis 2001 in Frankfurt am Main, Königstein im Taunus und Hanau geboren sind und die deutsche und die amerikanische Staatsangehörigkeit besitzen.

Laut Anklage soll sich ein Teil der Angeklagten mit weiteren Beteiligten sowie zwei in der Hierarchie übergeordneten "Chefs" mit dem Ziel zusammengeschlossen haben, in größerem Umfang mit Betäubungsmitteln wie Amphetamin, Kokain und Ecstasy zu handeln. Die einzige Frau der Gruppe soll bei den Drogengeschäften mit weiteren der Angeklagten als sogenannte Bunkerhalterin fungiert haben. Weitere Angeklagte sollen die Gruppierung durch Hilfstätigkeiten unterstützt haben. Die Beteiligten sollen dabei im dreistelligen Kilobereich Amphetamin zum gewinnbringenden Weiterverkauf in skandinavische Länder selbst hergestellt und verpackt haben, wobei sie die Drogen-Produktionsstätte als Firma getarnt hatten. Zusätzlich soll die Gruppierung mit zuvor angekauftem Kokain gehandelt und dabei unter anderem einem Interessenten 1 kg Kokain angeboten haben. Bei einem der Angeklagten wurde laut Anklage zudem ein Schlagring sichergestellt.

Durch den unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln soll die Gruppe im Tatzeitraum einen Betrag in Höhe von mehr als einer halben Million Euro erlangt haben. Für den Prozess sind drei weitere Verhandlungstage bis zum 19. Juni 2026 terminiert worden (ci)+++



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