Noch freie Stellen fürs neue Schuljahr
FSJ in der Pestalozzischule: wertvolle Arbeit, die viel zurückgibt
Fotos: Pestalozzi-Schule
10.05.2026 / FULDA -
Wenn morgens ab halb acht die Busse vor der Pestalozzischule ankommen, füllt sich der Schulhof mit Leben. Es wimmelt nur so von Kindern, Fahrdienst- und Schulpersonal. Doch alles ist bestens organisiert. Jeder weiß genau, was zu tun ist und welches Kind wohin gehört. Und mittendrin: vier junge Erwachsene, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an der Förderschule in Neuenberg absolvieren. Sie behalten den Überblick, kümmern sich routiniert um die Kinder und Jugendlichen und begleiten sie in ihre Klassen. Als wichtiger Teil des Teams leisten sie jeden Tag wertvolle Arbeit und übernehmen viel Verantwortung. In wenigen Wochen endet ihre Zeit an der Pestalozzischule – Zeit für ein kleines Resümee.
Bereits seit September 2025 gehören die vier sogenannten FSJler zum Team der Förderschule und übernehmen wertvolle Arbeiten. So auch die 19-jährige Helene Dorn, die in der HBO (Haupt- und Orientierungsstufe) tätig ist. Wenn die Jugendlichen morgens angekommen sind, bringt sie sie zu den Klassen und unterstützt sie dabei, ihre Jacken auszuziehen und ihre Arbeitsmaterialien vorzubereiten. Ähnlich berichtet es auch Jannik Stengel (19) aus der Mittelstufe: "Wenn alle Kinder da sind und sich eingerichtet haben, starten wir den Morgenkreis. Anschließend wird der Stundenplan besprochen und danach gibt es Frühstück." Von der Begleitung im Unterricht in Einzelbetreuung oder Kleingruppen, der Betreuung beim Essen über die Pausenaufsicht bis hin zu einfachen pflegerischen Aufgaben – die FSJler und FSJlerinnen sind aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken. Und das wiederum merken sie auch selbst: "Besonders schön ist es, die Gemeinschaft im Kollegium zu spüren", sagt Helene Dorn. Doch insbesondere bei den Kindern zeigt sich, wie wichtig die jungen Erwachsenen hier sind: "Es ist ein tolles Gefühl, wenn die Kinder auf mich zukommen und meine Hilfe suchen," erzählt Medina Mekik (19) über ihre Arbeit in der Mittelstufe. "Ich merke, dass ich Teil ihres Alltags geworden bin."
Für die FSJlerinnen und FSJler ist es immer wieder schön, die Fortschritte der Kinder zu sehen. Helene Dorn ist beeindruckt, welche Entwicklung man in nur einem Jahr beobachten kann. Für sie war vor allem der Mitmachzirkus der Mittelstufe ein besonderes Erlebnis – wie viel Freude die Kinder hatten und wie sie aus sich herausgekommen sind. Jannik Stengel ergänzt: "Mein schönstes Erlebnis war beim Schwimmunterricht. Ein Junge wollte das Seepferdchen machen. Nach wochenlanger Übung hat er es ohne Hilfe geschafft – das ganze Team hat sich gefreut und er selbst war so glücklich." Ihm machen insbesondere die lebenspraktischen Dinge Freude, wie mit den Kindern einkaufen zu gehen und gemeinsam zu kochen. "Die Kinder können dabei so viel lernen und stolz auf sich sein", sagt Stengel.
Während ihrer Zeit in der Pestalozzischule sammeln die FSJler und FSJlerinnen nicht nur erste Berufserfahrung und wertvolle Einblicke in die pädagogische Praxis, sondern bekommen auch Orientierung für ihre berufliche Zukunft. Für alle vier steht fest: Sie werden im sozialen Bereich bleiben. Helene Dorn weiß schon jetzt, dass sie soziale Arbeit studieren wird, im Anschluss eventuell Förderschullehramt. Auch für Medina Mekik ist klar: "Das FSJ hat mir gezeigt, dass ich mich in der Arbeit mit Kindern wohlfühle und genau das machen möchte."
Das Freiwillige Soziale Jahr war somit für alle ein echter Gewinn. Patrick Lins, stellvertretender Schulleiter, bemerkt abschließend: "Für uns als Schule ist es immer wieder spannend zu beobachten, wie sich Jugendliche im Rahmen des Sozialen Jahrs zu jungen Erwachsenen entwickeln, die Verantwortung für andere übernehmen können und in ihrer Sozialkompetenz gefestigt werden."
Ab dem neuen Schuljahr 2026/2027 können wieder acht FSJ-Stellen in der Pestalozzischule neu besetzt werden. "Aktuell sind jedoch nur vier Stellen besetzt. Wir freuen uns daher, wenn wir noch weitere engagierte junge Menschen finden, die vor dem Studium oder der Ausbildung ein FSJ bei uns machen", sagt Markus Pötz, Schulleiter. "Denn ohne sie könnte man den Kindern deutlich weniger bieten." Der Start ist sowohl zum Beginn des Schuljahres möglich als auch zeitverzögert. Infos unter https://www.pestalozzischule-fulda.de/fsj-2/ (pm/ci)+++