Auf der Wasserkuppe

24 Stunden im Einsatz: Bergwacht-Jugend trainiert den Ernstfall

Ein Wochenende voller Herausforderungen, Teamarbeit und realitätsnaher Einsatzszenarien liegt hinter der Bergwacht-Jugend.
Fotos: Bergwacht Wasserkuppe

27.04.2026 / EHRENBERG (RHÖN) - Ein Wochenende voller Herausforderungen, Teamarbeit und realitätsnaher Einsatzszenarien liegt hinter der Bergwacht-Jugend: Bei einer 24-Stunden-Übung stellten die Nachwuchsretter ihr Können eindrucksvoll unter Beweis. Gemeinsam mit den Bereitschaften aus Schotten und Willingen waren die Jugendlichen rund um die Wasserkuppe im Dauereinsatz.



Von Samstagvormittag bis Sonntagvormittag galt es, insgesamt 16 Übungseinsätze zu bewältigen. Organisiert in drei Teams – jeweils bestehend aus Jugendlichen und unterstützt durch einen erfahrenen Fahrzeugführer – arbeiteten die jungen Einsatzkräfte die Szenarien weitgehend eigenständig ab. Ziel war es, unter möglichst realistischen Bedingungen Erfahrungen zu sammeln und Sicherheit im Umgang mit verschiedensten Notlagen zu gewinnen.

Das Einsatzspektrum war breit gefächert: Von einem simulierten Asthmaanfall über Herzinfarkt bis hin zu unterschiedlichen Frakturen und sogar Reanimationen mussten die Jugendlichen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten abrufen. Auch technisch anspruchsvolle Rettungen standen auf dem Programm – etwa der Einsatz von Gebirgstrage und Seiltechnik im unwegsamen Gelände.

Jeder Einsatz wurde von einem sogenannten "Mime" dargestellt, der die verletzte oder erkrankte Person spielte. Zusätzlich begleiteten Übungsbeobachter die Szenarien, um Abläufe zu analysieren und im Anschluss wertvolles Feedback zu geben. So konnten die Teilnehmer ihre Vorgehensweisen reflektieren und gezielt verbessern.

Bürgerhaus dient als "Wache"

Als zentrale Anlaufstelle diente das Bürgerhaus in Ehrenberg-Wüstensachsen, das während der gesamten Übung als "Wache" fungierte. Von hier aus wurden die Einsätze koordiniert, Pausen organisiert und die Verpflegung sichergestellt. Die Atmosphäre war geprägt von einer starken Gemeinschaft und gegenseitiger Unterstützung – ein Aspekt, der von allen Beteiligten besonders hervorgehoben wurde.

Insgesamt waren rund 40 Helfer an der Übung beteiligt, darunter 39 aktiv Mitwirkende, die als Einsatzkräfte, Mimen oder Beobachter zum Gelingen beitrugen. Auch ein Rettungswagen des DRK Ortsvereins Gersfeld war eingebunden, um die Übergabe von Patienten möglichst realitätsnah zu gestalten. Das Fazit der Verantwortlichen fällt durchweg positiv aus: Die Begeisterung darüber, wie viel die Nachwuchsretter bereits leisten können, war groß. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig solche Übungen sind, um Sicherheit zu gewinnen und Abläufe zu festigen.

Die 24-Stunden-Übung zeigte eindrucksvoll: Der Nachwuchs der Bergwacht ist bestens aufgestellt – engagiert, motiviert und bereit, Verantwortung zu übernehmen. Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Unterstützern und Helfern – ob durch tatkräftige Mithilfe oder Spenden – ohne deren Engagement eine solch aufwendige und realitätsnahe Übung nicht möglich gewesen wäre. (pm/mmb) +++

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