Disponenten über die Schulter geschaut
Innenminister Poseck (CDU): "Leitstellen sind zentral für unsere Sicherheit"
Hessens Innenminister Professor Roman Poseck (Zweiter von links, CDU), Bernd Gottschalk (links), Thomas Steinbrucker und Axel Plappert (rechts)
Fotos: Carina Jirsch
25.04.2026 / FULDA -
Gut 46.000 Einsätze müssen die Disponenten der Leitstelle Fulda im Durchschnitt pro Jahr bearbeiten. Die Koordination von Rettungsdiensten und Feuerwehr erfordert von den insgesamt 21 Männern und Frauen die volle Konzentration. Kühlen Kopf bewahren, wenn Mitmenschen in Not sind.
Ihre Arbeit ist nicht hoch genug einzuschätzen. In Zeiten von zunehmendem Missbrauch müssen sie innerhalb weniger Sekunden entscheiden, was "draußen" tatsächlich benötigt wird.
Hohe Präsenz vor Ort an der Basis
Hessens Innenminister Professor Roman Poseck (CDU) ist für seine hohe Präsenz vor Ort bei den Feuerwehren, den Polizeistationen und Katastrophenschutzeinheiten bekannt. Der Christdemokrat weiß um die Herausforderungen der Leitstellen und besucht sie deshalb. Am Freitagabend war Fulda an der Reihe. Nach mehreren Terminen und einer kurzen Stippvisite im Deutschen Feuerwehrmuseum kam Poseck zu Fuß zum benachbarten Stützpunkt der Feuerwehr Fulda.
"Die moderne Rettungsleitstelle in Fulda ist ein Symbol für schnelle Hilfe und sichere Kommunikation in Notlagen. Mit ihrer hochwertigen Technik und 24/7-Besetzung ist sie ein zentraler Pfeiler des Brand- und Bevölkerungsschutzes im Dreiländereck Hessen-Bayern-Thüringen. Besonders anspruchsvolle Einsatzlagen rund um die Wasserkuppe oder durch Topografie und Freizeitverkehr erfordern eine leistungsstarke Leitstelle. Das haben wir genau hier in Fulda. Diese Leitstelle zeigt, dass Investitionen in moderne Infrastruktur sich für die Sicherheit der Bürger auszahlen", sagte Poseck während eines Rundgangs mit der Führungsspitze vor Ort.
Gespräche mit diensthabenden Disponenten
Poseck nahm sich Zeit für Gespräche mit den diensthabenden Disponenten Felix Fuchs, Martin Kohl und Markus Möller. Bis zu vier Disponenten sind täglich in der Acht-Stunden-Schicht. Bei Bedarf wird aufgestockt. Bei Großlagen wird eine benachbarte zentrale Leitstelle zugeschaltet. Diese übernimmt die Überläufer beispielsweise bei extremen Unwetterlagen. In diesem Fall hatten die Fuldaer die Kollegen in Kassel unterstützt.
Im Jahr 2025 gingen in der Rettungsleitstelle Fulda 46.188 Notrufe über die 112 und 11.321 Hilfeersuchen über die 19222 ein. "Hinter diesen beeindruckenden Zahlen stehen Menschen, die jeden Tag aufs Neue beweisen, was Zusammenhalt und Engagement bedeuten. Ihr Einsatz ist unermüdlich, oft unter schwierigen Bedingungen und mit großer Verantwortung. Ob in der Leitstelle, in den Freiwilligen Feuerwehren oder bei den Berufsfeuerwehren - unsere Rettungskräfte sind die wahren Helden vor Ort. Mein herzlicher Dank gilt jedem Einzelnen von Ihnen. Ihr Einsatz ist unbezahlbar und wir werden Sie weiterhin mit allen Kräften von Seiten des Landes unterstützen", sagte der Innenminister weiter. Auch für die Herausforderungen des Hessentages in knapp zwei Monaten sieht der Innenminister Fulda mit seinen Hilfs- und Rettungsorganisationen sowie der Leitstelle gut aufgestellt.
Nach gut einer Stunde machte sich der Innenminister auf den Weg zum Polizeipräsidium Osthessen. Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Fulda, Bernd Gottschalk, freute sich über den Besuch von Poseck. Dies zeige, dass sich der Minister für die Aufgaben vor Ort interessiere und sich entsprechend informiere und mit den Mitarbeitern das Gespräch suche. Selbst an einem Mammuttag wie diesem Freitag, an dem knapp ein Dutzend Besuchstermine auf der Tagesordnung von Hessens Innenminister Professor Dr. Roman Poseck standen. (Hans-Hubertus Braune) +++