Hessischer Familienpreis 2026
Erster Platz! Familienzentrum "Schatzkiste" aus Rotenburg holt den Hauptpreis
Fotos: Sparda-Bank Hessen eG
25.04.2026 / FRANKFURT AM MAIN -
In Zeiten des gesellschaftlichen Wandels bieten besonders familiäre Bindungen einen verlässlichen Anker. Daher gilt es, neben öffentlichen Angeboten zur Unterstützung von Familien insbesondere private Initiativen zu fördern, die innovative Angebote zur Verfügung stellen und diese mit viel Engagement umsetzen. Um diesen Einsatz für Familien in Hessen sichtbar zu machen und entsprechende Projekte zu würdigen, loben die Sparda-Bank Hessen eG und das Hessische Familienministerium seit 2012 gemeinsam alle zwei Jahre den Hessischen Familienpreis aus.
Vor rund 60 Gästen aus Politik und Gesellschaft wurden nun am Freitag in der Zentrale der Sparda-Bank Hessen im Frankfurter Europaviertel die Preisträgerinnen und Preisträger 2026 gekürt. Ihre Auswahl erfolgte zuvor in einem zweistufigen Verfahren: Aus dem Kreis der Teilnehmenden nominierte eine fachkundige Jury zunächst eine Reihe von Projekten und Initiativen für den Hessischen Familienpreis. Im zweiten Schritt erhielten diese dann die Gelegenheit, sich und ihre Arbeit der Jury nochmals ausführlich und persönlich vorzustellen.
Hohe Wertschätzung für herausragendes Engagement
Geehrt wurden die dabei ausgewählten vier Preisträger schließlich von der Hessischen Familienministerin Diana Stolz und dem Vorstandsvorsitzenden der Sparda-Bank Hessen, Michael Weidmann, persönlich. Beide zeigten sich bei der Verleihung voll des Lobes für das herausragende Engagement der prämierten Einrichtungen und Initiativen. "Mit dem Hessischen Familienpreis werden in diesem Jahr vier Projekte gewürdigt und unterstützt, die eines gemeinsam haben: Sie machen das Leben von Familien in Hessen spürbar leichter und stärken den Zusammenhalt. Mit kreativen Ideen und echtem Einsatz leisten sie täglich einen wertvollen Beitrag für unser Gemeinwesen. Allen Preisträgerinnen und Preisträgern gratuliere ich von ganzem Herzen. Ihnen und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Wettbewerbs danke ich für ihr Engagement und die wertvollen Impulse für ein solidarisches, generationenübergreifendes Zusammenleben", erklärte die Hessische Familienministerin Diana Stolz.Auch Michael Weidmann betonte: "Die prämierten Einrichtungen bieten Unterstützung, wo sie am dringendsten gebraucht wird, schenken Hoffnung und eröffnen neue Perspektiven. Ihr Einsatz stärkt den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und macht sie menschlicher, gerechter und lebenswerter für alle Generationen. Mit ihrer Arbeit zeigen sie zudem eindrucksvoll, wie viel Mitgefühl, Verantwortung und Tatkraft bewirken können. Sie sind Vorbilder gelebter Solidarität und erinnern uns daran, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein".
Die Preisträgerinnen und Preisträger
Mit dem ersten Preis wurde das Familienzentrum "Schatzkiste" der Stadt Rotenburg a. d. Fulda für sein "Café der kleinen Schätze" ausgezeichnet. Dort kommen Eltern mit ihren Kindern zusammen, tauschen sich aus, lachen und spielen. Parallel zum gemütlichen Beisammensein stehen im Café aber auch Fachkräfte für vertrauliche Gespräche und kompetente Beratung bereit – zu Themen wie Bildung und Teilhabe, Wohngeld und Kinderzuschlag, Unterhaltsvorschuss oder zum Wiedereinstieg in den Beruf. Damit sich Eltern ganz darauf einlassen können, wird zugleich eine liebevolle Kinderbetreuung sichergestellt – ein Detail, das vielen Familien die Teilnahme überhaupt erst ermöglicht. Und das Besondere: Anträge werden direkt vor Ort gemeinsam mit den Familien ausgefüllt und bearbeitet, ohne Warten auf einen Termin und ohne Verweis an die nächste Stelle. "Mit dem "Café der kleinen Schätze" zeigt das Familienzentrum auf herausragende Weise, wie Familienförderung gelingt, wenn sie aus dem Herzen kommt und nah bei den Menschen ist", urteilte die Jury über den mit 4.000 Euro dotierten ersten Platz des Hessischen Familienpreises.
Platz 2 für das Projekt "Zusammen Wachsen"
Der Arbeitskreis Soziale Brennpunkte Marburg e.V. (Platz 2) wiederum überzeugte die sechsköpfige Jury mit seinem Projekt "Zusammen Wachsen" und einer damit geschaffenen wertvollen Verbindung: fachliche Begleitung auf hohem Niveau, eingebettet in eine lebendige Stadtteilarbeit. Im Waldtal, einem Stadtteil mit besonderen sozialen Herausforderungen und großer kultureller Vielfalt, bringt die bunte Eltern-Kind-Gruppe unter Anleitung einer Erzieherin und einer Psychologin Eltern unterschiedlicher Herkunft mit Kindern unter drei Jahren zusammen und lässt sie gemeinsam wachsen. Freispiel, ein gemeinsames Frühstück und ein Morgenkreis mit Impulsen zur kindlichen Entwicklung strukturieren die Vormittage. "Dabei ragt die Arbeit jedoch 3 weit über die Schwelle des Gruppenraums hinaus", so die Jury. Ehrenamtliche Familien- und Sprachpatinnen besuchen Eltern Neugeborener und neu zugezogene Familien persönlich zu Hause und öffnen damit Türen, die sonst verschlossen bleiben könnten. Ein Engagement, aus dem häufig langfristige, vertrauensvolle Beziehungen zu den Familien erwachsen. Die Jury würdigte dieses Projekt mit dem zweiten Platz und einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro.
Doppelter dritter Platz für Frankfurter Einrichtungen
Der dritte Platz wurde an gleich zwei Frankfurter Einrichtungen vergeben: Der 2019 gegründete Verein Pro Mater Sano e.V. berät schwangere Krebspatientinnen und krebskranke Mütter mit Babys oder Kleinkindern, vermittelt psychosoziale Unterstützung und hilft dort, wo es an Mitteln für die alltäglichsten Dinge fehlt. Sei es für die Kinderbetreuung während einer Chemotherapie, für eine Reha oder für den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Wer ein Kleinkind zu versorgen hat und zugleich gegen eine lebensbedrohliche Erkrankung kämpft, braucht mehr als medizinische Hilfe: verlässliche Entlastung im Alltag, finanzielle Überbrückung, emotionalen Halt. Pro Mater Sano fülle diese Lücke: "Die Arbeit des Vereins ist ehrenamtlich, emotional fordernd und verlangt von allen Beteiligten ein hohes Maß an Empathie und Belastbarkeit", begründete die Jury ihre Wahl für Platz drei und 1.500 Euro Preisgeld. Die Jury des Hessischen Familienpreises
Die Jury Der Hessische Familienpreis wird alle zwei Jahre von einer fachkundigen Jury verliehen. Diese besteht aus Moderatorin und Autorin Bärbel Schäfer (Jury-Vorsitz), Karlheinz Schädel (Landesseniorenvertretung Hessen), Reiner Jäkel (Hessischer Jugendring), Alexandros Stathopoulos (für die Arbeitsgemeinschaft der Familienverbände in Hessen), Leon Menberg (Hessisches Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege) und Andreja Rumpf (Sparda-Bank Hessen). Stifterin des Preises – die Sparda-Bank Hessen Stifterin des mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Hessischen Familienpreises ist die Sparda-Bank Hessen eG. Die Genossenschaftsbank mit hessenweitem Filialnetz und Schwerpunkt im Privatkundengeschäft genießt aktuell das Vertrauen von rund 362.000 Kundinnen und Kunden.Gut 273.000 davon sind zugleich Mitglied der Genossenschaft. Seit Jahrzehnten setzt sich die Bank über ihren Gewinn-Sparverein für gemeinnützige Organisationen, Vereine und Stiftungen in den Bereichen Soziales, Bildung, Kultur, Sport, Tier- und Umweltschutz in Hessen ein. Allein im Jahr 2025 kamen etwa 600 Projekte mit rund anderthalb Millionen Euro in den Genuss einer Förderung. Darüber hinaus stiftet sie Preisgelder, richtet eigene Wettbewerbe aus und fördert das gesellschaftliche Leben in Hessen mittels Sponsorings. Mehr unter: sparda-hessen.de/engagement.
Die Preise 2026 auf einen Blick:
- 1. Platz: Familienzentrum "Schatzkiste" der Stadt Rotenburg a. d. Fulda - Ausgezeichnetes Projekt: "Café der kleinen Schätze" - Preisgeld: 4.000 Euro
- 2. Platz: Arbeitskreis Soziale Brennpunkte Marburg e.V. - Ausgezeichnetes Projekt: "Zusammen Wachsen" – Bunte ElternKind-Gruppe im Marburger Waldtal - Preisgeld: 3.000 Euro
- 3. Platz: Pro Mater Sano e.V. - Ausgezeichnetes Projekt: "Hilfe für krebskranke Mütter mit Babys oder Kleinkindern bzw. krebskranke Schwangere" - Preisgeld: 1.500 Euro
- 4. Platz: Verband alleinerziehender Mütter und Väter Frankfurt am Main e.V. - Ausgezeichnetes Projekt: "Oasen-Samstag für Alleinerziehende" - Preisgeld: 1.500 Euro. (js/pm)+++