Frischer Impuls

Schlitzer Bürgermeister Siemon verstärkt den Stiftungsrat der Eichhof-Stiftung

Der Stiftungsrat der Eichhof-Stiftung Lauterbach mit (von links) Rainer-Hans Vollmöller, Vorsitzender Dr. Gerhard Schlitt, Prof. Dr. Christian Rohm, Dr. Stefan Zinn, Kathrin Knöß und Werner Müller hießen den Schlitzer Bürgermeister Heiko Siemon (2.v.r.) als neues Mitglied herzlich willkommen. Damit ist auch die Stadt Schlitz wieder im Gremium vertreten.
Foto: Eichhof-Stiftung Lauterbach

24.04.2026 / LAUTERBACH - Neu berufen in den Stiftungsrat der Eichhof-Stiftung Lauterbach (Vogelsbergkreis) wurde der Schlitzer Bürgermeister Heiko Siemon. Durch ihn sollen die traditionell engen Verbindungen zwischen der Stadt Schlitz und der Stiftung mit Sitz in Lauterbach nicht nur fortgeführt, sondern gezielt belebt werden.



"Wir sind sehr froh, dass der Bürgermeister sich entschieden hat, in den Stiftungsrat einzutreten. Durch seine politischen Verbindungen und die Kompetenz, die er im Bereich Finanzen aus seiner Vita mitbringt, wird die Stiftung weiter erstarken und sich für die Zukunft rüsten", erklärt der Vorsitzende des Stiftungsrats Dr. Gerhard Schlitt. Gleichzeitig stehe Siemon für frischen Wind, neue Perspektiven und einen gezielten Ausbau des Netzwerkens – insbesondere in der Politik –, um langfristig eine auskömmliche Finanzierung sicherzustellen.

Stärkung des Standorts Schlitz durch enge regionale Vernetzung

Mit der Berufung wird zudem eine Lücke geschlossen, die auch den Standort Schlitz nachhaltig stärkt. Vorstand Thomas Faust betont die gewachsene Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich: "Die Anbindung an Lauterbach ist traditionell eng." Insbesondere über die ambulante Versorgung von Menschen mit Pflegebedarf durch die zur Stiftung gehörende "Sozialstation Eichhof" mit Dependance vor Ort und dem "Seniorenzentrum Schlitzerland" bestehe seit Jahrzehnten eine enge Verbindung.

Heiko Siemon unterstreicht die Bedeutung der Einrichtung für die Region: "Die Senioreneinrichtung repräsentiert die Schlitzer Bürger als Teil der Infrastruktur im Pflegebereich, aber auch in der Krankenversorgung durch das Krankenhaus Eichhof." Die Nähe zu Lauterbach sei historisch gewachsen und viele Menschen aus Stadt und Land orientierten sich bei ihrer Entscheidung bewusst an Einrichtungen im Kreis.

Breit aufgestellter Stiftungsrat mit regionaler Verankerung

Für Dr. Gerhard Schlitt entspricht die Mitwirkung des Schlitzer Bürgermeisters auch den Grundsätzen der Stiftung. Hierin ist festgelegt, dass nach Möglichkeit ein Schlitzer Bürger Teil des Stiftungsrates sein soll. Dem Stiftungsrat gehören derzeit neben dem Vorsitzenden sein Stellvertreter Rainer-Hans Vollmöller, Kathrin Knöß, Werner Müller, Prof. Dr. Christian Rohm, Dr. Stefan Zinn sowie als beratendes Mitglied der Eichhof Vorstand Thomas Faust, der Besondere Vertreter Christian Baureis und nun auch Heiko Siemon an. Letzterer wurde gemeinsam mit Rainer-Hans Vollmöller bei den jüngsten Kommunalwahlen im Vogelsbergkreis in den Kreistag gewählt. Hier seien beider Stimmen – insbesondere im Gesundheitsausschuss – von großer Relevanz für die Eichhof-Stiftung und deren angeschlossenen Tochtergesellschaften.

Eichhof-Stiftung als zentrale Säule der regionalen Gesundheitsversorgung

Starke Säule der regionalen Gesundheitsversorgung Die Eichhof-Stiftung steht für eine umfassende Gesundheitsversorgung über die verschiedenen Sektorengrenzen hinweg im Vogelsberg sowie den angrenzenden Landkreisen und nimmt dabei eine tragende Säule ein: Sie ist ein bedeutender Arbeitgeber, wichtiger Ausbildungsbetrieb und ein zentraler Akteur in der Vernetzung des Gesundheitswesens – sowohl über eigene Einrichtungen als auch in Kooperation mit anderen Trägern der Region. Wichtig ist der Stiftung hierbei, über die verschiedenen Einrichtungen hinweg (Krankenhaus und MVZ), ambulante und stationäre Pflege (Sozialstation Eichhof und Seniorenzentrum Schlitz) sowie der Eingliederungs- und Jugendhilfe (Vogelsberger Lebensräume) dem Patienten umfassende Unterstützung bei der Gesundheitsversorgung anbieten zu können. Moderne und zukunftsorientierte Arbeitsweisen sowie zeitgemäße Führungsstrukturen prägen das Selbstverständnis der Stiftung.

Zweitgrößter Arbeitgeber im Vogelsbergkreis

Mit insgesamt rund 960 Mitarbeitern ist die Stiftung nach der Kreisverwaltung der zweitgrößte Arbeitgeber im Vogelsbergkreis. Rund 656 Beschäftigte sind in der Krankenhaus Eichhof gGmbH sowie in der Krankenhaus Eichhof Service gGmbH tätig. Hinzu kommen 176 Mitarbeitende in der Eichhof Pflege gGmbH, bei dem ambulanten Pflegedienst Sozialstation Eichhof und im Seniorenzentrum Schlitzerland. Weitere 108 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei der Vogelsberger Lebensräume gGmbH und 20 bei der MVZ Eichhof gGmbH beschäftigt. Die Tochtergesellschaften der Eichhof-Stiftung nehmen als Ausbildungsbetriebe ebenfalls eine führende Position ein. Rund 70 Auszubildende werden in verschiedensten Gesundheitsberufen ausgebildet und weiter qualifiziert.

Stabile wirtschaftliche Basis trotz wachsender Herausforderungen

Wirtschaftlich und strukturell ist die Stiftung stabil aufgestellt, wenn auch immer mehr Herausforderungen durch Reformen im Gesundheitswesen und mangelnde Unterstützung durch die Politik entstehen: Jährlich werden mehr als 8.000 voll- und teilstationäre Krankenhausfälle sowie rund 37.000 ambulante Fälle behandelt, davon etwa 17.000 im MVZ Eichhof. Die Umsatzerlöse liegen bei rund 80 Millionen Euro. Eine Beteiligung des Vogelsbergkreises an den Betriebskostenzuschüssen für das Krankenhaus Eichhof ist darin nicht enthalten – ein Umstand, den die Verantwortlichen der Stiftung kritisch sehen, da es schließlich um die Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger im Kreis geht und durch die jährliche Bezuschussung des Kreiskrankenhauses in Alsfeld durch den Vogelsbergkreis hieraus eine klare Wettbewerbsverzerrung entsteht.

Mit Blick auf das Jahr 2027 steht ein bedeutendes Jubiläum bevor: Dann feiert die Eichhof- Stiftung ihr 150-jähriges Bestehen – ein Meilenstein, der die lange Tradition und die kontinuierliche Entwicklung der Stiftung eindrucksvoll unterstreicht. Die Berufung von Heiko Siemon in den Stiftungsrat wird dabei als wichtiger Schritt gesehen, um diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und die Stiftung strategisch weiterzuentwickeln. (js/pm)+++

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