Jahreshauptversammlung

Förderverein Soziale Dienste zieht Bilanz: 205 Menschen werden derzeit betreut

Der Zweckverband Soziale Dienste Antrifttal–Kirtorf betreut aktuell 205 Menschen in den Bereichen Pflege, Betreuung und hauswirtschaftlicher Unterstützung.
Foto: Förderverein Soziale Dienste

23.04.2026 / KIRTORF - Der Zweckverband Soziale Dienste Antrifttal–Kirtorf betreut aktuell 205 Menschen in den Bereichen Pflege, Betreuung und hauswirtschaftlicher Unterstützung. Diese Zahlen stellte Sabrina Jordan, Leiterin der kommunalen Sozialstation, bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Soziale Dienste Kirtorf vor. Der Verein unterstützt die Arbeit des Zweckverbands seit Jahrzehnten – und das mit erheblichen finanziellen Mitteln.



Wie Vorsitzender Ulrich Künz berichtete, seien in den vergangenen 25 Jahren über den Förderverein Kirtorf rund 480.000 Euro und über den Förderverein Antrifttal weitere 320.000 Euro in die soziale Arbeit geflossen. Künz wurde von den Mitgliedern erneut für drei Jahre als Vorsitzender bestätigt.

Auch die übrigen Vorstandsmitglieder wurden weitgehend im Amt bestätigt: Marlies Rechmann (Lehrbach) bleibt zweite Vorsitzende, Beate Sprankel (Lehrbach) Rechnerin und Kerstin Hill (Kirtorf) Schriftführerin. Als Kassenprüfer wurden Gerhard Immel und Brigitte Lang gewählt. Weitere Mitglieder des Vorstands sind Kathrin Maus (Kirtorf), Helmut Lenz (Lehrbach), Melanie Ruppert (Ober‑Gleen), Karl‑Heinz Semmler (Heimertshausen), Werner Roth (Wahlen) und Erwin Heinbächer (Gleimenhain). Petra Ominus schied aus persönlichen Gründen aus.

In seinem Bericht ging Künz auch auf die Herausforderungen in der Altenpflege und der Pflegeversicherung ein. Die Kosten für einen Pflegeheimplatz lägen bundesweit inzwischen bei rund 3.000 Euro monatlich – für viele Menschen kaum noch finanzierbar. Deutschland brauche dringend eine nachhaltige und generationengerechte Reform der Pflegeversicherung, so Künz. Eine stabile, solidarische Finanzierung sei entscheidend für Vertrauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung war der Fachvortrag von Dr. Robert Ruckelshausen zum Thema "Der interne Notfall – richtig einschätzen und korrekt alarmieren". Er erläuterte, wie medizinische, neurologische und psychiatrische Notfälle richtig eingeordnet werden und wann die Notrufnummern 112 oder 116117 zu wählen sind. Falschalarme führten immer wieder zu unnötigen Einsätzen und könnten im Ernstfall wertvolle Zeit kosten. Zudem ging er auf die in Hessen geltende Hilfsfrist von zehn Minuten ein, die unter anderem zur Einrichtung der Rettungswache in Kirtorf geführt habe.

Erster Stadtrat Dieter Wössner dankte den Mitgliedern abschließend für ihre langjährige Unterstützung der Sozialstation. Die Weiterentwicklung der sozialen Dienste in Kirtorf sei ihm stets ein wichtiges Anliegen gewesen. (mis/pm)

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