Großeinsatz in mehreren Landkreisen!

Razzia gegen Kinderpornografie: Ermittler durchsuchen Wohnungen

Große Razzia gegen Kinderpornografie in Hessen.
Archivbild: O|N

21.04.2026 / REGION - Im Rahmen eines hessenweiten Großeinsatzes gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen haben Ermittlerinnen und Ermittler auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Kreis Fulda und im Main-Kinzig-Kreis mehrere Objekte durchsucht. Die Maßnahmen waren Teil einer koordinierten Aktion unter Leitung des Hessischen Landeskriminalamts und der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main.



Zwischen dem 13. und 17. April wurden landesweit insgesamt 69 Wohnungen und Häuser durchsucht. Die Ermittlungen richten sich gegen 71 Beschuldigte im Alter von 14 bis 70 Jahren. Ihnen wird überwiegend die Herstellung, der Besitz und die Verbreitung von kinder- und jugendpornografischen Inhalten vorgeworfen. In mehreren Fällen steht zudem der Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen im Raum.

Mehr als 1.100 Datenträger gesichert

Auch in Osthessen schlugen die Ermittler zu und stellten Beweismittel sicher. Die Durchsuchungen fanden in den Städten Frankfurt am Main, Darmstadt, Hanau, Kassel, Offenbach am Main und Wiesbaden statt, außerdem in den Landkreisen Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Fulda, Groß-Gerau, Hersfeld-Rotenburg, Hochtaunus, Kassel, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg, Main-Kinzig, Main-Taunus, Marburg-Biedenkopf, Offenbach, Schwalm-Eder, Werra-Meißner und Wetterau. Insgesamt wurden bei der Aktion in ganz Hessen mehr als 1.100 Datenträger beschlagnahmt, darunter Computer, Smartphones und andere Speichermedien. Diese sollen nun im Detail ausgewertet werden.

Sieben Beschuldigte wurden im Anschluss an die Durchsuchungen zur Vernehmung auf Polizeidienststellen gebracht. Hinweise darauf, dass die Verdächtigen untereinander vernetzt sind, liegen derzeit nicht vor.

Sorge vor Verbreitung von KI-Medien

Die Behörden beobachten zudem mit Sorge eine zunehmende Verbreitung von künstlich erzeugten Darstellungen. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz können täuschend echte Bilder und Videos erstellt oder bestehende Aufnahmen manipuliert werden. Auch solche Inhalte sind strafbar, wenn sie Kinder in sexualisierten Kontexten zeigen. Die Ermittler rufen dazu auf, entsprechende Inhalte konsequent bei der Polizei zu melden – entweder direkt bei einer Dienststelle oder über die Onlinewachen der Länder.

Koordiniert wurde der Einsatz vom Hessischen Landeskriminalamt. Hintergrund ist die Einheit "FOKUS", die hessenweit gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie vorgeht. Mehr als 300 Beschäftigte sind dort im Einsatz, um entsprechende Straftaten konsequent zu verfolgen.

Die Ermittlungen, auch in unserer Region, dauern weiter an. (ems/pm) +++

Zahlreiche Datenträger wurden gesichert.
Symbolbild: Pixabay
Die Dursuchungen wurden vom LKA beauftragt.
Archivbild: O|N

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